Umsatzkiller und Ertragsvernichter E-Mail

In den letzten Wochen war ich in mehreren Unternehmens- und Agenturberatungen in der Schweiz unterwegs. In den Zügen liegt dort täglich die Zeitung „20 Minuten“, eine Tageszeitung, die seit einigen Jahren – vor allem weil Sie gratis ist – die Schweizer Zeitungslandschaft enorm verändert hat. Am Donnerstag hatte sie – wie in meinem Bild zu sehen – einen „Aufmacher“, der sich mit unseren Erfahrungen im gesamten deutschsprachigen Raum deckt.

 

Die tägliche Mailflut vernichtet immer mehr Produktivität!

Deshalb für Sie heute mein bereits angekündigter Blogbeitrag zum Thema Mail-Horror. Es geht darum, wie Sie in Ihrem Unternehmen das Thema schrittweise in den Griff bekommen.

Das Problem liegt letztlich darin, dass die Mail-Zahl, die (von uns allen) täglich zu verarbeiten ist, immer weiter zunimmt. Immer mehr Nachrichten werden geschrieben, vor allem immer mehr Empfänger landen in den CC’s dieser Welt. Irgendwie beklagen sich auch alle darüber, machen aber zugleich intensiv mit. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber auch unser Unternehmen ist hier nicht ausgenommen. Mittendrin statt nur dabei …

Was tun? Hier einmal fünf beispielhafte Ideen, die Sie anregen können, weiter darüber nachzudenken …

  • Muss eine Mail wirklich an all die vorgesehenen Empfänger? Was bezwecke ich damit, alle ins CC zu nehmen? Will ich vielleicht nur beweisen, „etwas getan zu haben“? Oder ist die Info zu diesem Zeitpunkt wirklich für alle entscheidend und wertvoll?
  • Muss ein Mail-Ping-Pong tatsächlich sein? Vielleicht ist bei komplexeren Absprachen ein nachfolgender, gleich zu vereinbarender Telefontermin hilfreich? Vielleicht per doodle.com vereinbart?
  • Muss ich auf eine Mail wirklich antworten? Muss ich auf eine CC-Mail antworten? Muss ich mich dreimal hin- und her-bedanken? Eventuell kann „als freundliche Geste“ sogar gleich geschrieben werden, dass eine Mail reinen Info-Charakter hat, eine Antwort nicht erforderlich ist.
  • Ist mein Anliegen, dass ich per Mail äußere, realistisch und auch mit Qualität machbar? Kann ich wirklich erwarten, dass 78 Seiten Powerpoint- oder PDF-Anlage bis morgen durchgearbeitet werden und ein seriöses Feedback erfolgt?
  • Kann ich mein Abrufen von Mails anders organisieren? Den ganzen Tag rein reagierend durch Mails fremdgesteuert zu sein, lässt kaum noch eigene Aktivität zu. Feste Zeiten können helfen, neue Gewohnheiten sind erforderlich. Und übrigens … auch der Klingelton, wenn Mails eingehen, kann deaktiviert werden.

Das waren nur fünf wirklich einfache, banale Gedanken. Bewussterer Umgang mit der Kommunikationsform E-Mail fängt bei jedem Einzelnen von uns selbst an. Mails senden und Mails empfangen bedingen sich letztlich gegenseitig.

Vielleicht diskutieren Sie einmal in den nächsten Tagen dieses Thema in Ihrem Umfeld, in Ihrem Unternehmen? Gern auch mit unserer Begleitung. Denn wenn das Mail-bearbeiten beginnt, Geschäft und Umsatz zu verhindern, wird’s wirklich gefährlich. Sie sollten es nicht allzu lange hinnehmen …

 

E-Mail-freie Grüße
Ihr/Euer Steffen Ritter

 

Übrigens, damit das Verkaufen mehr und mehr von selbst läuft, habe ich meine Erfahrungen der letzten Jahre in ein Buch gepackt.

Amazon: Hier liegt’s zum Bestellen bei amazon bereit.

Ritter-Shop: Hier wartet es auf Sie im Ritter-Shop.

Danke und bis spätestens nächste Woche hier im Ritterblog …

… und jetzt erstmal Mails abrufen? 😉

(C) Andreas Morlok / pixelio.de

2 Antworten zu “Werden wir alle zu E-Mail-Sklaven?”

  • Sabine

    Noch eine Idee von mir:

    – Muss ich diese Information wirklich per Mail weiter geben oder kann ich die 2 Meter bis zum Schreibtisch meines Kollegen laufen und es ihm persönlich sagen?

    – Legen Sie Regeln an, damit eingehende E-Mails gleich in entsprechende Ordner verschoben werden. So haben Sie den Überblick, was sofort erledigt werden muss und was Zeit hat.

    Wie oft werden Mails von Kollegen hin- und hergeschickt, obwohl man im selben Raum sitzt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Security Code: