Ritters Agenda 2020 (38 von 40)

Nur weil irgendetwas „neu“ ist oder im Trend liegt, muss es sich noch lange nicht durchsetzen. Manche Trends werden zudem deutlich überschätzt. Die Online-Beratung ist seit geraumer Zeit allerorts ein Thema. Von Vermittlern wird sie allerdings im Verhältnis zu ihrem Nutzen noch recht wenig eingesetzt. Und dies, obwohl die Vorteile auf der Hand liegen.

Sowohl der Vermittler als auch seine Kunden sparen bei der Online-Beratung Zeit. Für den Berater wird die Reisezeit minimiert, er kann für mehrere seiner Kunden da sein. Auch die Beratungszeit wird reduziert, denn das Medium Online lädt weniger zum Verweilen ein als das persönliche Gespräch bei einer Tasse Cappuccino. Zudem gestaltet sich die Atmosphäre online eher sachlich, man trifft sich ja wegen eines wichtigen Grundes virtuell.

 

 

Der Vorteil wird zum Nachteil

Diese Sachlichkeit oder Konzentriertheit bringt zugleich auch die Beschränkung der Online-Beratung zum Vorschein. Geht es darum, die Beziehungsebene zu einem Kunden zu stärken oder ein erstes Vertrauen aufzubauen, ist die Online-Beratung tendenziell nicht erste Wahl.

Zumindest trifft das in den meisten Fällen auf die Personen zu, die vor 1995 geboren sind. Inwieweit die Generation Z, geboren nach 1995, ein anderes Verhalten aufweist, kann aufgrund noch fehlender repräsentativer Analysen nicht abschließend beantwortet werden. Ich wage aber zu behaupten, dass es sich bei denen genauso verhalten wird.

 

Offline-Beratung ist persönlicher,
Online-Beratung ist ökonomischer.

Die Beratung offline lässt leichter abschweifen sowie Kommunikation und Wahrnehmung auf allen Ebenen besser zu. Das eigentliche Thema kann einfacher verlassen werden, was wichtig ist. Denn Sympathie entsteht oft durch den Austausch über Gemeinsamkeiten, Hobbies, Erlebnisse, also durch Umwege im Gespräch. Das Kennenlernen, das Vertrauen aufbauen gelingt offline schlichtweg besser.

Unterm Strich und in einer kurzen Zusammenfassung bedeutet das: Offline-Beratung ist persönlicher, Online-Beratung ist ökonomischer. Und deshalb hat die Online-Beratung eine große Zukunft vor sich.

Denn wenn die persönliche Ebene stimmt, wenn die Beziehung zum Kunden errichtet und bestens ist, können immer wieder einzelne Themen sehr zügig online besprochen werden. Dies ermöglicht, in einer ganz anderen Betreuungsdichte als bisher für die eigenen Kunden da sein zu können. Online und offline kann im Wechsel stattfinden.

Das heißt zugleich, manchen Kunden tendenziell eher online zu beraten, um andere, sehr Kunden intensiver offline beraten zu können. Der betriebswirtschaftliche Spielraum, den eigenen Kunden herausragenden Service zu bieten, nimmt mit der Online-Beratung zu. In Zeiten zunehmender Administration sind Wege, etwas ökonomischer vorgehen zu können, zudem gern gesehen.

 

Wer offline exzellent ist, muss dennoch online neu lernen.

Die neue Herausforderung „online“ Auch die Berater und Trainer des Instituts Ritter gestalten seit einigen Jahren Teile ihrer Begleitung über Online-Formate. Egal, ob es der Transfersicherung von Trainingsinhalten oder der Folgebegleitung bei unseren Beratungen dient: Es ist auch in unserer Arbeit effizienter, schont das Budget des Auftraggebers und trägt enorm zum Gelingen bei.

Das Ritter-Web-TV-Studio ist damit nicht mehr aus unserer Arbeit wegzudenken. Aber wir haben in eigener Sache auch gelernt: Wer offline exzellent ist, muss dennoch online neu lernen.

 

In der Online-Welt klappt nicht alles identisch

Das Verhalten in der herkömmlichen Beratung ist „offlineerprobt“. Wir alle „verwenden“ bewusst oder unbewusst die Resonanz, die wir in der realen Welt erhalten. Es sind die Blicke, es ist die Körpersprache und vieles mehr. All das wirkt sich auf die eigene Beratungsarbeit aus. Weil dem so ist, wird die Beratung zum Erfolg.

In der Online-Welt klappt das nicht mehr identisch. Deshalb ist manche Methode im Vorgehen zu überdenken und manche Rückfrage mehr erforderlich. Manchmal wird eine zusätzliche Feedbackschleife nötig, manchmal muss Interaktion sehr gezielt geplant werden. Wer sich dem aber stellt und bereit ist, sich auch methodisch weiterzuentwickeln, bei dem wird die Online-Beratung in wenigen Jahren – in der eigenen Agenda 2020 – das Normalste der Welt sein.

Viel Erfolg wünscht

 

Ihr/Euer Steffen Ritter

 

Und auch wir sind online unterwegs, beraten und entwickeln Ihr Unternehmen – genau wie eben beschrieben – sowohl aufwands- als auch zeitsparend … in einer Pilotgruppe ab 28.2. ich für Sie persönlich. Mehr hier in den beiden Videos oder in diesem letzten Blogbeitrag.

 

Worum gehts in unserer Unternehmensentwicklung?

Wer dabei sein möchte, einfach Mail an mich mit „Bin dabei!“ senden, steffen.ritter@institutritter.de. Danke!

 

Und hier nochmals in gezeichneten 90 Sekunden

Schöne Woche und bis demnächst!

 

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2 Antworten zu “Wer online ablehnt, lehnt Zukunft ab”

  • Felix Thönnessen

    „Wer offline exzellent ist, muss dennoch online neu lernen.“ Der Satz trifft es sehr gut. Viele Unternehmer übertragen leider ihr gewohntes Offline KnowHow auf den Online Bereich. Dabei muss hier einfach neu gelernt werden. Kann ich nur zustimmen.

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