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Die Chancen von Facebook & Co.

Die Welt dreht sich weiter, die Social-Media-Welle ist in vollem Gange. Auch wenn sich alles immer wieder neu sortiert und weiterentwickelt, für Unternehmer stecken hier enorme Chancen. Kundendialoge sind möglich, persönliche Feedbacks sind greifbar, maximale Transparenz ist gegeben.

Natürlich – dies gleich vorab – hierin stecken auch Gefahren. Spätestens seit Anfang des Web 2.0 – Zeitalters können Sie nicht mehr allein entscheiden, was über Sie und Ihren Betrieb veröffentlicht wird. Ihre Kunden reden mit … und zwar öffentlich. Für jeden lesbar, für Suchmaschinen auffindbar. Jetzt können Sie um sich eine Mauer bauen und da nicht mitmachen, sicher. Diese Option erinnert mich – da habe ich durchaus ganz persönliche Erfahrungen – ein wenig an die DDR. Abgrenzen, umzäunen und die eine gültige Meinung diktieren. Die Alternative ist, Sie stellen sich dem Zeitalter der freien Meinungsäußerung auch im Internet und sprechen mit. Das können Sie am besten, wenn Sie dabei sind, in den Facebooks, XINGs und Twitters dieser Welt.

Entscheiden Sie, in welchen Medien sich heute nur ein paar und alsbald massig viele Ihrer Kunden aufhalten. Auf genau diese Marktplätze sollten Sie sich auch stellen und mitreden. Wie Sie das organisieren – damit meine ich, wer das macht – ist eine strategische Entscheidung, die jeder selbst auch unter der Betriebswirtschaftsbrille treffen muss. Einzelne Verkäufer werden dies sicher anders lösen, als größere Unternehmen.

Kommen wir zurück zu Ihren Interessenten. Im Socia-Media-Sinne könnten Sie, auch wenn noch keine Kundenbeziehung entstanden ist, dennoch diese Menschen „adden“, dass heißt zu Ihren digitalen Freunden hinzufügen. So haben Sie neben den anderen Möglichkeiten (siehe meinen Teil I und II dieser Reihe), die Chance, auch auf diesem Wege immer wieder einmal mit einer Statusmeldung zu Ihrer Arbeit eine Beziehung herzustellen. Natürlich müssen Sie an dieser Stelle entscheiden, ob Sie private und berufliche Kontakte trennen. Viele haben gerade in der Anfangszeit der Social-Media-Aktivitäten noch kein richtiges Gefühl dafür, bis wohin man vom eigenen auch privaten Tun berichten sollte. Am Ende ist das natürlich eine sehr persönliche Entscheidung, die jeder für sich selbst kompetent treffen muss. Wenn Sie mein Vorgehen wahrnehmen möchten, senden Sie mir – als Leser des Ritterblogs – einfach eine Kontaktanfrage an Facebook oder Xing. Oder folgen Sie mir alternativ oder zusätzlich auf Twitter. (Bitte klicken Sie auf die verschiedenen Wege.) Ich freue mich darüber, genauso wie über Ihren „Gefällt mir“-Klick im Kasten oben links.

Mit Statusmeldungen Interesse entwickeln

Ihre Statusmeldungen, mit denen Sie Interessenten zu Kunden machen oder zumindest Schritt für Schritt Vertrauen aufbauen, könnten zum Beispiel Folgendes beinhalten:

  • Erfahrungsbericht zu eigenem Projekt, natürlich unter Berücksichtigung eventueller Vertraulichkeit
  • Spannende Neuerungen bei eigenen Leistungen und Produkte aus Kundensicht
  • Kritische Bewertung bestimmter Leistungen – insbesondere wer abraten kann, dem vertraut man auch bei Empfehlungen
  • Meldungen zu eigenen Vorträgen o.ä., mit denen Sie Ihr Renommee stärken
  • Weiterentwicklungen in der eigenen Branche, die für Kunden interessant sind
  • Meldungen zu eigenen Presseveröffentlichungen
  • Infos bzw. Links zu News auf der eigenen Homepage
  • mit alledem Auf- und Ausbau Ihres Expertenstatus
  • Spannende Fotos zu eigenen Produkten, gern auch mal mit einem Augenzwinkern
  • wenn passend und angemessen: Empfehlungen, Gästebuch-Einträge bzw. Renommee-steigernde, positive Feedbacks auf den Seiten Ihrer Interessenten
  • … und gern auch mal etwas Persönliches, Sie sind ja auch nur ein Mensch …

Grundsätzlich gilt: Machen und veröffentlichen Sie nichts, was Sie in drei Jahren nicht mehr in Verbindung mit Ihrem Namen lesen möchten. Das Internet vergisst nicht. Dies sollte aber dennoch kein Grund sein, nicht professionell auch diese Wege zu erschließen.

Bleiben Sie professionell auf verschiedenen Zugangswegen an Ihren Interessenten dran. Mitunter braucht es 20 oder 50 Impulse, um dann einen Interessenten zum Kunden zu machen. Manchmal ist das Vertrauen noch nicht tief genug, die Zeit noch nicht reif. Seien Sie einfach präsent, seien Sie da.

Bei all den Systemen und Automatismen gilt zudem und nicht zuletzt: Eine aktive, persönliche Ansprache mit dem Vorschlag einer Zusammenarbeit hat noch nie geschadet. Verlieren können Sie nichts. Gewinnen alles. Seien Sie professionell! Ziehen Sie alle Register erfolgreichen Vertriebs! Wir haben 2011!

Viele Grüße vom Flughafen Stuttgart
kurz vor einer spannenden Tagung in Höfen

Ihr Steffen Ritter

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Zur Seite „Kundenbibel“ von Steffen Ritter …

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Eine Antwort zu “III. Social Media – Wie Sie Interessenten systematisch zu Kunden machen”

  • Jörg Somborn

    Lieber Herr Ritter,
    toller Eintrag. Genauso wie der ganze Blog überhaupt 🙂
    Ich möchte auf den letzten Abschnitt eingehen.
    Zitat: „Bei all den Systemen und Automatismen gilt zudem und nicht zuletzt: Eine aktive, persönliche Ansprache mit dem Vorschlag einer Zusammenarbeit hat noch nie geschadet. Verlieren können Sie nichts.“
    Stimmt genau. Mir letzte Woche noch passiert: Kunde konnte sich nicht entscheiden, da ein Mitbewerber noch im Rennen war. Letztendlich habe ich folgendes gesagt: „Ich hab mir was überlegt. Kunde: Was denn??? Ich: Wir machen das jetzt einfach. Ich komme vorbei und Du unterschreibst mir die Verträge. Einverstanden?! Kopfnicken…“ Nach Sekundenstille sagt er ja. Und zwei Tage später waren die Verträge unterschrieben. Ende.
    Was mich jedoch dazu geführt hat, waren sicherlich viele Automatismen und Systeme.
    Weiterso 🙂
    Viele Grüße
    Jörg Somborn

    P.S. Ich würde mich ebenso über einen „gefällt mir“- Klick bei Facebook freuen

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