Diese Frage ist nicht im Vorbeigehen zu beantworten. Wie im Aspekt Mitarbeiterbindung schon erwähnt, kommt es als Voraussetzung von „Gern machen“ auf die Rahmenbedingungen Ihres Unternehmens an. SIE und die Bedingungen Ihres Betriebs tragen maßgeblich dazu bei, dass Ihr Mitarbeiter motiviert zu Werke geht.

Und selbst wenn der beste Rahmen bei Ihnen gegeben ist, kommt es dennoch auf ein paar Aspekte mehr an. Folgende sechs Fragen sollten Sie sich unbedingt stellen.

  • Entsprechen die Aufgaben den Stärken und Begabungen Ihres Mitarbeiters?
  • Kennt Ihr Mitarbeiter den tieferen Sinn, kennt er den Gesamtzusammenhang „hinter einer Aufgabe“?
  • Kann Ihr Mitarbeiter seine Aufgaben eigenverantwortlich erledigen?
  • Haben Sie dafür gesorgt, dass Ihr Mitarbeiter sich weiterbilden konnte, um der Aufgabe auch wirklich gerecht werden zu können?
  • Ist gesichert, dass all die anderen Abläufe Ihrer Firma der optimalen Erledigung seiner Aufgaben nicht im Wege stehen?
  • Geben Sie Ihrem Mitarbeiter in regelmäßigen Abständen Feedback zu seiner Leistung? Kennt er Ihre Erwartungshaltung?

Wenn Sie diese sechs Aspekte in Ihrer Organisation und in der Zusammenarbeit mit Ihren Mitarbeitern berücksichtigen, haben Sie für das „Gern machen“ schon einmal ein gutes Fundament gesetzt.

Aber:  Auch wenn Sie diese Voraussetzungen aus Ihrer Sicht – das muss allerdings nichts heißen – erfüllen, ist noch nicht sichergestellt, dass Ihr Mitarbeiter seinen Job wirklich mit Freude erledigt.

Es gibt Einflussfaktoren, die außerhalb Ihres Unternehmens liegen. Hier sollten Sie aufmerksam sein und vor allem notwendigen Gesprächen nicht aus dem Weg gehen. Letztlich – und so viel „Unternehmerdenken“ muss sein, hat Ihr Unternehmen Aufgaben zu absolvieren. Für genau diese Aufgaben stellen Sie Mitarbeiter ein. Wenn einem Mitarbeiter trotz weitestgehend bester Bedingungen (niemand macht alles richtig, auch Sie nicht!) immer wieder die Motivation fehlt, ist er wahrscheinlich der falsche. Sie müssen nicht der „Permanent-Motivator“ sein!

Die SKEPTISCHE Antwort

In der Praxis werden die meisten Fehler schon vor der Einstellung gemacht. Der Vermittler ist überfordert, braucht Personal. Wofür genau, ist ihm unklar – ungefähr weiß er es schon. Auch für das Erstellen eines eindeutigen Aufgabenprofils fehlt die Zeit. So kann nur zufällig ein geeigneter Mitarbeiter gefunden werden. Und auch später ist oft der Wurm drin. Die Weiterentwicklung Ihre Firma bringt neue Aufgaben mit sich, andere verschieben sich. Schnell entsteht die einfachste Lösung: „Das kann Bärbel auch noch machen …“

Von stärkengerechtem Einsatz keine Spur, von schrittweise auf die Aufgabe vorbereiten auch nicht. Das ist Praxis …

Sicher ist es im Vermittleralltag schwer, all das Genannte zu berücksichtigen. Garantiert gibt es aber ein oder zwei Punkte, an denen Sie arbeiten können. Es wird sich auszahlen!

Grüße aus Sangerhausen sendet Ihnen
Ihr Steffen Ritter

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