Die Frage stellt sich vielen. Reicht es nicht, wenn Sie einfach das Geschäft machen, was geht? Machen, was geht, ist schon mal nicht schlecht. Dann sind Sie denen mehrere Nasenlängen voraus, die nicht mal sehen, was geht.

Dennoch ist operativer Elan nicht alles. Viele Vermittler sind enorm fleißig, sind Tag für Tag mit großem Einsatz aktiv. Und dennoch – so richtig Ertrag will sich nicht einstellen.

Wenn Sie machen, was geht, beschränken Sie sich in Ihrer Wahrnehmung gleichsam auf das, was (offensichtlich) geht, was unmittelbar vor Ihnen liegt. Vielleicht ginge mehr, es ist aber außerhalb Sichtweite. Vielleicht könnten Sie Ihrem Unternehmen eine andere, noch profitablere Richtung geben? Eine, bei der sich Ihr Einsatz noch mehr auszahlt. Eine, bei der Sie sich noch wohler fühlen. Eine, bei der Sie „von selbst“ immer wieder neue ertragreichere Kunden anziehen.

Über die eigene unternehmerische Vision nachzudenken, hat insofern eine größere Dimension. Das eigene Nachdenken geht über das heutige Tagesgeschäft hinaus. Was ist eigentlich eine Vision? Wikipedia bezeichnet eine Vision zukunftsbezogen als „Erwartung. … beispielsweise kann man gedanklich Situationen, die einem wichtig sind, … simulieren“. Die unternehmerische Vision ist insofern Ihre Vorstellung über Ihr Unternehmen in der Zukunft. Dies ist als persönliche Ausrichtung eigenen Handelns durchaus wertvoll. Viele Vermittler arbeiten vor sich hin, ohne eine klare Richtung zu haben. Sie werden von den Umständen gelenkt, statt selbst zu lenken.

Eine unternehmerische Vision hat zum einen enorme Motivationskraft. Zum anderen haben Sie – wenn Sie wissen, worauf Sie hinarbeiten – zugleich die beste Navigationshilfe für die vielfältigen, immer neuen Fragen Ihres Tagesgeschäfts.

Welche Fragen sind hilfreich, das eigene Bild von der Zukunft zu malen? Ich schlage Ihnen einige vor, um Ihre Gedanken anzuregen. Lassen Sie zu, nicht sofort die „100%-Idee“ von der eigenen unternehmerischen Vision zu haben. Tasten Sie sich ran …

  • Wo werden Sie heute in 15 Jahren mit Ihrem Unternehmen stehen?
  • Welche Bedeutung wird Ihr Unternehmen in Ihrer Region haben?
  • Welche Bedeutung wird Ihr Unternehmen überregional haben?
  • Welche Zielgruppen werden Sie insbesondere ansprechen?
  • Womit wird sich Ihr Unternehmen einzigartig vom Wettbewerb abheben?
  • Wie werden die Abläufe in Ihrem Unternehmen funktionieren?
  • Wie wird das Team aufgebaut sein, mit dem Sie für Ihre Kunden aktiv sind?
  • Welche Attraktivität wird Ihr Unternehmen für Ihre Mitarbeiter haben?
  • In welcher Rolle werden Sie als Inhaber aktiv sein?
  • Welchen zusätzlichen Sinn, welchen Zusatzwert wird Ihre Tätigkeit haben?
  • Wo werden Sie oder Ihr Unternehmen sich noch – vielleicht sozial – engagieren?

Dies sind nur ausgewählte Fragen. Es geht darum, zu wissen, wo es hingeht. Seien Sie nicht zufrieden damit, Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat, Jahr für Jahr nur vor sich hinzuarbeiten. Auch wenn die Ergebnisse stimmen, Sie immer wieder ein kleinen oder großen Zuwachs haben, eine viel höhere, vor allem nachhaltige Motivation entsteht oft, wenn Sie Ihre Ausrichtung schärfen. Henry Ford sagte einmal „Weil Denken die schwerste Arbeit ist, beschäftigen sich auch nur wenige damit.“

Die KRAFTVOLLE Antwort

Wenn Sie sich über die Zukunftsausrichtung Ihrer Firma immer deutlicher im Klaren sind, werden Sie diesen Kompass in Ihr Tagesgeschäft übernehmen. Sie werden unbewusst in den kleinen und großen Aufgaben und Abläufen darauf hinarbeiten, Ihrem Ziel immer näher zu kommen. Sie werden für Ihre Mitarbeiter ein Unternehmen schaffen, welches über das normale Geschäft hinaus Attraktivität und Anziehungskraft entwickelt. Sie werden für Ihre Kunden immer bemerkbarer ein Unternehmen entwickeln, welches nachhaltig professionelle Beratungs- und Betreuungsleistungen bietet.

„Jedes starke Bild wird Wirklichkeit.”, so Antoine de Saint-Exupéry. Entwickeln Sie Ihr Bild von der Zukunft Ihres Unternehmens!

Herzliche Grüße aus Sangerhausen sendet Ihnen
Ihr Steffen Ritter

Übrigens:
Morgen früh geht es nochmals um Ihren Innendienst …

Wie schaffe ich es, dass mein Innendienst stärker pro Vertrieb denkt?

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