Für die meisten Vermittler liegt eine der schwierigsten Entwicklungshürden darin, Aufgaben abzugeben, zu stark sind die einzelnen Tätigkeiten im Vermittlerbetrieb mit der eigenen Person, der eigenen Arbeitsweise verflochten. Ausgeprägter Perfektionismus mit ganz eigenen Ansprüchen kommt hinzu, so dass ein ausführender Mitarbeiter nur noch verlieren kann …

Es ist wichtig, sich immer wieder mit dem Wachstumsbeschleuniger ”Planvolle Delegation” zu beschäftigen. In zahlreichen Analysen unseres Instituts wird deutlich, dass die Bereitschaft (d.h. das Wollen) und die Fähigkeit (d.h. das Können) zur Delegation von Aufgaben wachstumsentscheidend ist. Dennoch geht das Delegieren bei vielen anfangs, bei manchen dauerhaft schief. Durchdenken Sie kritisch die folgenden Fragen und Sie kommen auch Ihrem Problem oder Ihrem (Noch-)Versäumnis auf die Schliche.

  • Fragen Sie sich, ob Sie überhaupt delegieren wollen!
  • Definieren Sie die abzugebenden Aufgaben, Teilaufgaben, Ziele und Rahmenbedingungen klar und eindeutig!
  • Begreifen Sie es als “Erfolgsbeschleuniger”, immer mehr Aufgaben durchdacht abzugeben!
  • Klären – am besten beschreiben – Sie, wie vorgegangen werden soll!
  • Klären Sie, welche Hilfsmittel, Unterlagen, Vordrucke etc. verwendet werden müssen! Je mehr Sie hier in Ihrem Sinne standardisieren, umso eher liegt das Ergebnis auch in Ihrem “Wunschkorridor”!
  • Klären Sie, welche Termine zu beachten sind und wie Sie informiert werden möchten!
  • Überlegen Sie, wer am besten für die Aufgabe in Frage kommt!
  • Hat dieser Mitarbeiter Zeit und „Bereitschaft“ zur Realisierung?
  • Klären/Besprechen Sie mit dem Mitarbeiter die Priorität seiner verschiedenen Aufgaben!
  • Klären Sie, ob Ihr Mitarbeiter noch Hilfestellung benötigt, um der Aufgabe gerecht werden zu können! Sorgen Sie für die notwendige Weiterbildung!
  • Klären Sie eindeutig Kompetenzen und Verantwortungsbereiche!
  • Informieren Sie eventuell weitere Mitarbeiter oder auch betroffene Kunden über die Weitergabe von Aufgaben. “Verkaufen” Sie diesen Schritt als nochmaligen Qualitätssprung Ihrer Betreuung! (Sorgen Sie aber auch dafür, dass dem so ist!)
  • Vermeiden Sie Rück- und „ungeplante“ Weiterdelegation!
  • Delegieren Sie eine Aufgabe nach Möglichkeit nicht an zwei Mitarbeiter!
  • Lassen Sie sich über den Fortschritt der abgegebenen Aufgaben informieren, ohne hierbei das eigenverantwortliche und selbständige Handeln Ihrer Mitarbeiter einzuschränken!
  • Nutzen Sie die Delegation als Möglichkeit, andere zu motivieren und zu fördern!
  • Delegieren Sie frühzeitig und dauerhaft! Treten ähnliche Aufgaben auf, delegieren Sie diese nach Möglichkeit immer an den gleichen Mitarbeiter!
  • “Erlauben” Sie Fehler!
  • Schaffen Sie Rahmenbedingungen, in denen Ihr Mitarbeiter die Aufgabe tatsächlich ausführen kann!
  • Geben Sie Feedback, inwieweit die Ergebnisse Ihren Erwartungen und Ansprüchen gerecht werden!

Die Antwort ZUM DURCHDACHTEN ABGEBEN

Sie sehen: Das waren mehr als zwei zu beachtende Aspekte. Delegieren auf rein intuitiver Basis kann durchaus schief gehen. Delegieren ist vielmehr eine Technik der Mitarbeiterführung, die dann auch bei Ihnen zum Ziel führt und gelingt, wenn Sie ein paar Spielregeln beachten. Ich habe hier ohne Vollständigkeitsanspruch bereits 20 Aspekte genannt.

Insofern meine Empfehlung: Lernen, trainieren Sie dieses entscheidende Instrument für weiteres Wachstum! Das Positive hieran: Allein die Erkenntnis, dass hier eine wichtige Voraussetzung für Ihre weitere Entwicklung liegt, hebt Sie bereits vom Markt ab.

Nutzen Sie diesen Vorsprung!

Herzliche Grüße aus Krefeld sendet Ihnen
Ihr Steffen Ritter

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