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Der Wahnsinn der Kommunikation

Wie viel Briefe schreiben Sie eigentlich noch? Ja, ich meine solche eingetüteten Papierstücke, die mit der Post ausgetragen werden. Während unserer Entwicklungstage bekommen alle unsere Teilnehmer stets mittendrin, nach einer der Planungsphasen, eine frankierte Rügen-Postkarte für daheim. Mancher unserer Teilnehmer schaut sich die Karte skeptisch an und weiß so recht gar nichts damit anzufangen. Manche befürchten, wenn Sie diese jetzt ihrer Partnerin oder ihrem Partner senden, könnte das – weil völlig unüblich – ungewollte Vermutungen wecken. Eine Postkarte? Vielleicht ja schlechtes Gewissen …

Vieles, was früher in Papierform auf die Reise ging, wurde in den letzten Jahren immer stärker von der E-Mail, von der SMS oder von wem auch immer abgelöst. Auch in meinen Trainings mit sehr großen Vermittlern am Montag und am Dienstag dieser Woche nahe Stuttgart waren diese Entwicklung und der professionelle Umgang damit bedeutsame Themen.

Heute müssen wir unsere Kommunikation überall zusammen suchen. Uns erreichen …

  • Festnetz-Telefonate
  • Handy-Telefonate
  • Skype-Telefonate
  • Facetime-Telefonate
  • Anrufbeantworter-Nachrichten
  • Mailbox-Nachrichten
  • Briefe
  • Faxe
  • E-Mails
  • SMS
  • MMS
  • Whats-Apps
  • Social-Media-Nachrichten
  • Pinnwand-Postings
  • und einiges mehr …

Und ab und zu sogar echte Menschen, mit denen wir live sprechen.

Liegt die E-Mail im Sterben?

Nun ist die E-Mail selbst in Gefahr. Wenn ich mir heute die Jugend – zum Beispiel meine Kinder – anschaue, wird der größte Teil der Kommunikation weder mit dem Postbrief noch mit der E-Mail, sondern mit der Social-Media-Nachricht gelöst. Entweder an den einen Empfänger oder gerne auch als Pinnwand-Info an alle. Und wenn ich mein eigenes Kommunikationsverhalten  betrachte, es tendiert in eine ähnliche Richtung, nur beruflich ausgelegt.

Natürlich entscheidet jeder kompetent selbst, auf welcher Kommunikationshochzeit er (noch) tanzen möchte. Ich habe mich für und gegen welche der gerade genannten entschieden. Wichtig ist natürlich, aus Sicht der Kundenorientierung im Auge zu behalten, auf welchem Wege Kunden bestmöglich erreicht werden können. Was hilft es, einem Kunden einen Brief zu senden, wenn er diesen als Post-Spam bewertet und gar nicht öffnet? Was hilft es, einem Kunden eine E-Mail zu senden, wenn sich diese zu den 210 anderen ungelesenen Mails gesellt.

Umso schwerer wird natürlich das persönliche Selbstmanagement. Mit all dem gut organisiert klar zu kommen, ist nicht einfach. Mancher macht komplett zu und verwehrt alles Neue, weil er mit dem Bestehenden schon nicht klar kommt. Verständlich. Im Thema „Professionelles Management der eigenen Kommunikation“ haben die Aufträge an unser Institut in den letzten Jahren enorm zugenommen, Tendenz weiter steigend.

Stirbt die E-Mail? Sicher nicht. Genauso wenig, wie der Postbrief bisher gestorben ist. Aber es wird vielfältiger. Die ausschließliche Kommunikation via E-Mail war gestern. Und manchen erreichen Sie so eben nicht mehr. Meine Empfehlung: Verwehren Sie sich nicht allein deswegen den Kommunikationswegen der nachwachsenden Generation, weil es immer anders war und Sie es ohnehin schon jetzt nicht schaffen. Stattdessen: Arbeiten Sie an Ihrer Organisation – hierbei helfen wir Ihnen gerne – und öffnen Sie sich mutig und neugierig der neuen Zeit!

Wenn Sie sich mit mir verknüpfen wollen – vielleicht um mein Kommunikationsverhalten etwas zu verfolgen – gerne. Hier sind zwei Möglichkeiten:

 

Viele Grüße, meine Vortragsreise ging weiter,
deshalb heute aus Potsdam

Ihr/Euer Steffen Ritter

 

PS.
Kennen Sie noch den alten Kollegen, der darauf bestand, alles per Post zugesandt zu bekommen, weil er mit dem PC und dem Mail-Programm nicht so richtig klar kam? Für den das Fax die Sternstunde technischer Revolution war. Heute gibt es wieder solche Kollegen, nur eine Entwicklungsstufe weiter … Lassen Sie sich nicht abhängen, bleiben Sie wach!

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