Abstimmung im Ritterblog

Möchten Sie mehr Ideen zu Social Media? Bitte hier über dem Beitrag auf „Gefällt mir“ drücken! Und gern auch auf die Symbole von Xing, Twitter oder Google+ …

 

Geht der Facebook & Co. – Hype bald zu Ende?

Wie steht es – das Jahr 2011 geht zu Ende – um den ganzen Social Media – Hype. Geht dieser Trend jetzt vorbei? Oder ist es gar kein bloßer Trend?

Immer mehr unserer Vortrags- und Seminarteilnehmer, immer mehr unserer Beratungskunden beginnen für sich und/oder ihr Unternehmen Social Media zu erkunden. Selbst monate- oder jahrelange „Ablehner“ und Verweigerer sind mittlerweile an Bord. Ganz nach dem kölschen Motto

Wat kümmert mich ming Jeschwätz von jestern?

(hochdeutsch: „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.“), das auch dem ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland Konrad Adenauer zugeschrieben wird. Ein alter Spruch, den man verwendet, wenn man der Ansicht ist, dass das, was man vor längerer Zeit gesagt hat, heute überholt ist. Manchmal noch ergänzt um die Aussage „Sie werden mich nicht daran hindern, schlauer zu werden.“

Meine Ablehnung, vor Jahren gegen Xing, später auch gegen Facebook habe ich – wie Sie vielleicht wissen – seit längerer Zeit abgelegt. Das war meine Meinung von vorgestern, das war mein Geschwätz aus einer Zeit, in der das Kundenverhalten noch etwas anders war. Zudem hatte ich damals Angst vor der Lawine, die über mich kommt, und der ich eventuell nicht mehr Herr werde. Aber wie so oft, Organisation ist alles … und ein paar Systeme im eigenen Tagesablauf helfen.

 

Facebook ist keine Verkaufsshow!

Heute – die allgemeine Ablehnung nimmt ab – diskutieren immer mehr Vertriebler die Erschließung jüngerer Generationen auch auf diesem Wege. Und machen dann dies und das, andere posten fröhlich vor sich hin. Sicher … mancher vergisst zwischendrin auch das Verkaufen. Denken Sie aber nicht ausschließlich an die nachwachsende Generation. Das ist zu kurz gesprungen. Sicher kommuniziert „der Nachwuchs“ heute anders. Aber die anderen Generationen ziehen nach. Also kann die Generation U20 nicht der einzige Grund sein, sich neuen Wegen zu öffnen. Kommunikation läuft heute anders, das gesamte Kundenverhalten (auch der Älteren) ist mehr und mehr betroffen. Wir werden uns in 2015 alle fragen (lassen müssen): Wo waren wir, als 2010/2011/2012 die Kundenkommunikation komplett revolutioniert wurde?

So werde ich in meinen Vorträgen immer wieder – Tendenz steigend – gefragt, was man denn überhaupt posten sollte. Das ist eine sehr persönliche Entscheidung, genau wie das, was Sie in größeren Gruppen, bei Veranstaltungen oder wo auch immer im realen Leben so erzählen, sehr persönlich ist.

Wenn Sie einen teil-beruflichen Facebook-Auftritt haben, sollten Sie natürlich Ihre Reputation im Blick haben. Insofern ist es Geschmacksache, ob Sie Ihren Facebook-Kunden-Freundeskreis am intimsten Ihres Privatlebens teilhaben lassen. Das heißt nicht, dass Sie nicht auch mal was Privates von sich geben dürfen. Analog dem Abend im realen Leben, an dem Sie (auch) mit Ihren Kunden zusammensitzen und erzählen. Der (wichtige und einzige) Unterschied ist, was Sie bei Facebook erzählen, bleibt der Welt erhalten. Auch später. Und ganz später. Und im Zweifel selbst dann, wenn Sie es wieder löschen. Und es ist – das ist ja der Sinn der Übung – je nachdem wie öffentlich Sie Ihre Postings einstellen auch (anders als beim realen Treffen am Abend) für Nicht-Anwesende lesbar.

Meiner Ansicht nach – und das ist wirklich nur meine sehr persönliche Meinung – sollten Sie via Facebook & Co. nicht nerven. Und schon gar nicht laufend „Kauf mich endlich“ – Botschaften versenden, das heißt nonstop und nur über Ihre super-genialen Top-Produkte berichten. Das können Sie mal machen, es ist aber – dauerhaft und ohne Pause – für andere irgendwann genauso anstrengend wie der Prospektverteiler in der Fußgängerzone, der Ihnen den achso-wichtigen Prospekt aufdrängt, in dem er diesen fast nötigend, Ihnen den Weg versperrend unter die Nase hält. Berichten Sie vielmehr von Ihrem Tun. Also was spannend war … und für andere eventuell von Interesse. Nicht-spannende Kommunikation läuft irgendwann ins Leere, in der Flut von Infos hört unser Gegenüber nicht mehr zu. Durch Spannendes aus Ihrem Alltag weisen Sie auch subtil auf Ihre Arbeit hin, man liest von Ihnen und bekommt Schritt für Schritt Vertrauen in Ihre Arbeit und zu Ihnen. Seien Sie dabei maximal authentisch, aber nochmal: Achten Sie auf Ihren Ruf! Authentisch den eigenen Ruf versauen ist auch keine Lösung! Zumindest nicht für die Kernbranche der Leser hier im Ritterblog, die auf eine „gewisse Seriösität“ achten sollten.

 

Was soll ich denn posten? Fünf Beispiele …

Damit es anfassbar wird … nach dem letzten Montags-Blog votierten per Facebook-„Gefällt mir“-Button (Bitte auch heute drücken!) sowie auch telefonisch und persönlich sehr viele für möglichst praktische Empfehlungen … hier ein paar Beispiele und was sie bewirken:

  • Posten Sie wirklich besondere Serviceleistungen und machen Sie damit aufmerksam auf die „Extrameile“, die Sie für Ihre Kunden gehen. Am besten an einem aktuellen Fall (natürlich ohne Namen!), da Sie dann berichten und nicht nur irgendwas über sich behaupten.
  • Berichten Sie über das, was Sie mit Ihrem Team machen. Auch Ihre Kunden sind vielleicht irgendwo Mitarbeiter und wissen es zu schätzen, wenn Unternehmen miteinander etwas unternehmen und die Arbeit Spaß macht. Aber auch hier gilt, posten Sie nichts, was nicht so ist. Dann besser gar nichts …
  • Besondere Ereignisse legen Ihre Region lahm? Bei Unwettern o.ä. sollten Sie insbesondere auf Ihren Service aufmerksam machen. Richten Sie Extra-Rufnummern ein, eventuell auch für Nicht-Kunden. Verlängern Sie Ihre Öffnungszeiten, gerade für Berufstätige. Per Posting erfahren mehr davon. Am besten Sie schreiben am Ende „Bitte diese Nachricht teilen!“, dann erreichen Sie auch außerhalb Ihrer Kontakte weitere Empfänger.
  • Wenn Sie irgendwo Auszeichnungen bekommen, wenn Ihre Mitarbeiter weiterführende Abschlüsse machen, wenn über Sie berichtet wird, wenn irgendetwas passiert, was Ihre Qualität unterstreicht, lassen Sie andere davon wissen. Seien Sie keine Perle, die nur im Verborgenen glänzt.
  • Sie verändern, Sie verbessern etwas in Ihren Geschäftsräumen? Nicht jeder Kunde ist laufend bei Ihnen. Manche waren es vielleicht noch nie. Zeigen Sie, dass Sie ein funktionierendes, sich weiter entwickelndes Unternehmen sind. Auch so entsteht Vertrauen.

 

Finden Sie Ihren Weg!

Und natürlich, es darf auch gern etwas persönlicher sein, so Sie mögen. Das gehört für mich zu Social Media dazu. Wir alle sind Menschen, sicher auch Sie … Passen Sie in solchen Fällen nur etwas mehr auf. Von der heimischen Wohnzimmer-Couch wird schnell einmal per iPad oder Smartphone gepostet, ob das aber alle (wirklich alle) Ihre Kontakte auch lesen sollten, wird dabei leicht vergessen. Andererseits ist es auch schön, wir alle sind verschieden. Warum sollten dann per Social Media alle alles gleich machen? Seien Sie echt, so wie im realen Leben auch.

Finden Sie also Ihren Weg, der zu Ihnen passt. Gerne gemeinsam. Unter http://facebook.com/steffenritterlive können wir uns „verknüpfen“. Gern auch über die anderen Netze, im roten Kasten rechts finden Sie zu mir. So können Sie mein Tun beobachten, sicher bekommen Sie immer wieder mal auch für sich Ideen. Und manches würden Sie selbst so vielleicht nicht machen, wir sind eben alle verschieden.

Geht der Social Media – Hype nun zu Ende? Ich meine: Nein! Hier handelt es sich um keinen Kurzfrist-Trend, der bald verschwindet. Es ist vielmehr eine nachhaltige Veränderung der gesamten Kommunikation, mit allen Pro’s und Contra’s, mit allen Stärken und Schwächen. Und wie es immer so ist, die einen nutzen den Wind der Veränderung und bauen Windmühlen, die anderen … ach, Sie wissen schon!

Übrigens … auch heute freue ich mich über Ihr „Gefällt mir“ ganz oben, direkt über dem Beitrag. Hier noch ein Video, mittlerweile einer der Online-Spitzenreiter zu diesem Thema und vielkopiert via Youtube …

Ihr/Euer Steffen Ritter

 

 

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SALESMASTERs im Juni 2012 … Sehen wir uns?

 

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