Vermittlerbetriebe sind sehr häufig regional engagiert. In vielen Fällen gibt es aber bereits einen „alten Platzhirsch“, der es in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten geschafft hat, sich unnachahmlich zu vernetzen.

Jetzt brauchen SIE einen klaren Plan, eine durchdachte Strategie. Rein intuitiv können Sie nur wenig erreichen. Folgende fünf Fragen sollten Sie sich stellen.

  • Mit welchen Zielgruppen in der Region möchte ich verstärkt „ins Geschäft kommen“?
  • Wer sind die entscheidenden Kontaktpersonen dieser Zielgruppen?
  • Wie kann ich diesen Personen (und meinen Zielgruppen) wertvollen Nutzen bieten?
  • Welche (Zusatz-)Leistungen kann ich bieten, die für diese Zielgruppen hoch interessant sind?
  • Wie kann ich erreichen, dass immer mehr Menschen von meinen Leistungen erfahren?

Damit es besser greifbar wird, ein Beispiel. Es geht um einen regional engagierten Vermittlerbetrieb, der es „geschafft“ hat. Da es zur Beraterehre gehört, mit jeglichen Details immer 100 Prozent loyal umzugehen, nennen wir ihn einfach Meier. Gegründet 1995 – im Alter von 31 Jahren – kannte ihn anfangs niemand. Er bezog ein kleines unscheinbares Büro am Rande einer Kleinstadt in Baden-Württemberg. Die Region wurde dominiert von einem Mitbewerber-Unternehmen, geführt von einem damals ca. 52-jährigen Inhaber.

Über die Jahre hat sich Vermittler Meier immer stärker regional engagiert, auch ehrenamtlich. Ich erläutere ein paar Details. Im Jahr nach seiner Gründung hatte er sich erstmals an einem regionalen vom Gewerbeverein veranstalteten Frühjahrs-Straßenfest mit einem Stand beteiligt. Ab dem Jahr 2000 hat er das Fest mit organisiert. Heute, in 2009, ist er maßgebender Veranstalter dieses und eines weiteren Wochenend-Events seiner Stadt im Herbst, nutz- und kontaktbringend für diverse Gewerbetreibende der Region. Im Gewerbeverein ist er bereits seit 2006 Vorsitzender. Er hat ein Netzwerk aufgebaut. Er ist der „Knoten“. Sein Jugendleben als eher mittelmäßiger Fußballer fand ebenfalls Wiederbelebung. Heute unterstützt er sowohl (finanziell) die Jugendarbeit und ist zugleich ehrenamtlicher Akquisiteur von Sponsoren.

Da er ohnehin tagtäglich mit diversen Unternehmern, Gewerbetreibenden und Freiberuflern zu tun hat, machte er diese Kontakte für alle seine Kunden zunutze. Er entwickelte in 2004 eine „Meier-GoldCard“ für die Kunden seiner Agentur, professionell mit Namensgravur. Alle Besitzer erhalten bei aufgenommenen Unternehmen seiner Region bestimmte Rabatte oder Sonderleistungen. All das hat er in einer hochwertigen A5-Broschur beschrieben, diese bekommen alle neuen Kunden ausgehändigt. Pro Seite wird ein Betrieb beschrieben, für die aufgenommenen Unternehmen ein Zusatzweg, bekannt zu werden. Die Broschur wird jedes Jahr neu aufgelegt und um weitere Betriebe, in denen seine Kunden Vorteile haben, ergänzt.

Darüberhinaus macht Meier noch einiges mehr, all das würde den Rahmen dieser Antwort aber sprengen. Und nicht zuletzt: In seinem Kopf „spuken“ vielfältige Ideen herum, er ist lange nicht fertig …

Die HERAUSFORDERNDE Antwort

Es geht darum, sich klar zu machen, wie die eigene Arbeit wertvoll und nutzbringend für andere wird. Das kann durchaus ein intensiver Prozess sein. Damit meine ich, dass Sie durch Ihr Engagement in bestimmten Bereichen erst einmal in Vorleistung gehen müssen.

Übrigens: Auch mit diesem Blog gehen mein Institut und ich in Vorleistung und möchten Ihnen Nutzen bieten, wertvolle Ideen liefern, Ihre Entwicklung forcieren. Das „bringt“ aus Ritter-Sicht auf den ersten Blick nichts …

O-Ton von Dale Carnegie: „Das Leben ist ein Bumerang: Man bekommt zurück, was man gibt.“

Herzliche Grüße aus Sangerhausen
Ihr Steffen Ritter

PS. Bleiben Sie auch in den nächsten Tagen dran, die Fragen 33 und 34 folgen in dieser Woche!

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