Eine ungewöhnliche Idee …

… möchte ich Ihnen heute geben, ob diese im Nachhinein wertvoll ist, können Sie wahrscheinlich erst in einigen Monaten (oder Jahren?) entscheiden.

Jeder Selbständige hat mittlerweile eine Homepage, die besten Domains waren nach einiger Zeit alle weg. Und das, obwohl es Geld und Zeit kostet, eine eigene Seite einzurichten und immer wieder „zu beleben“. Mancher erkannte diese Entwicklung leider zu spät. Heute ist ein ähnlicher Trend im Anrollen, alles wird kürzer und schneller. Wie sich die Kommunikation (und damit auch das Erreichen der eigenen Kunden mit wichtigen Nachrichten und Infos) in den nächsten Jahren entwickelt, weiß noch niemand. Klar ist, kurze Botschaften bekommen in der Schnelllebigkeit und „dem Leben online und mobil“ eine immer größere Bedeutung.

Andererseits: Ein japanisches Sprichwort sagt: „Im Trend liegen heißt am Durchschnitt teilhaben.“ Muss man also jeden Trend mitmachen? Ganz klar: Nein! Andererseits kann eine derartige Entscheidung auch strategische Bedeutung haben. Der Internet-Ablehner wäre mittlerweile von mancher Information abgeschnitten, die nur noch als PDF-Datei verfügbar ist.

Eine Lawine in der Kommunikation ist Twitter. Die New York Times nannte Twitter „one of the fastest-growing phenomena on the Internet.“ Natürlich muss dieses Wachstum nicht von Dauer sein, muss sich Twitter nicht nachhaltig durchsetzen.

Twitter ist ein Mikro-Blogging-Dienst, z.B. für alle, denen ein eigener Blog zu aufwändig ist. Sie versenden Mikro-Botschaften von maximal 140 Textzeichen. Die Anmeldung eines eigenen Zugangs erfolgt in wirklich wenigen Schritten, ist einfach und kostet nichts. Vor allem: Ihr Name könnte heute noch frei sein! Die Nutzer-Zahlen explodieren gerade. Sie können als Nutzer die Nachrichten anderer abonnieren (jederzeit beendbar), diese Abonnenten eines Twitter-Nutzers werden „Follower“ genannt.

Nun braucht es etwas Kreativität. „Twittern“ (to tweet = zwitschern) können Sie zum Beispiel privat und Ihre „Follower“ (Familie und Freunde) wissen, wo Sie sind und was Sie gerade tun. So war es gedacht.

„Twittern“ wird mitterweile aber mehr und mehr geschäftlich genutzt. So können Sie Ihren Kunden wichtige Botschaften übermitteln, diese über besondere Entwicklungen oder bestimmte Leistungen Ihrerseits etc. informieren. Wichtig ist natürlich: Nicht überfluten, sondern nur, wenn wirklich Werthaltiges zu sagen ist. Zudem werden Sie nicht jeden Kunden erreichen, mancher wird gar nicht verstehen, was Sie da machen.

Mit dem Fax-Gerät vor einigen Jahren war es genauso, später wurden auch E-Mails lange Zeit belächelt. Heute wird an Blogs und deren Wert gezweifelt. Unser Institut hat seine Internet-Nutzerzahlen mittlerweile (durch diesen Blog, er existiert seit sechs Monaten) mehr als verdoppelt. Bei all dem ist die maßvolle (!) Anwendung entscheidend. Welchen Zweck verfolgen Sie? Wollen Sie Kunden informieren? Wollen Sie potenzielle Kunden erreichen? Welche Image-Ziele haben Sie? Letztlich stellt sich bei all dem die unternehmerische Frage Nr. 1: Welche Strategie verfolgen Sie mit Ihrem Vermittlerbetrieb?

Und ganz wichtig: Begrenzen Sie Ihre Zeit, die Sie für diese Dinge verwenden. All das ist kein Selbstzweck, es muss sich lohnen! Einen interessanten, kritischen F.A.Z.-Beitrag zu Twitter finden Sie HIER. Eine Erläuterung bei Wikipedia finden Sie HIER.

Ich denke, die Kommunikation, die Bindung Ihrer Kunden wird sich in den nächsten Jahren stark verändern. Geschäft wird weiterhin mit und/oder beim Kunden gemacht. Twitter oder ähnliche Formen können gezielt eingesetzt helfen. Nicht mehr, nicht weniger! Auf jeden Fall werden derartige Kommunikationsformen zunehmen, denken Sie nur an die selbstverständliche SMS-Nutzung.

Wichtig ist natürlich der wohldurchdachte (!) Einsatz, ansonsten geht das Ganze nach hinten los. Sie können Kunden mit Ihren Botschaften in einer Durchdringung erreichen, die es so noch nie gab. Wer es intelligent (und sensibel) macht, wird enormen Nutzen ernten. Sicher nicht zeitnah. Vielleicht unterhalten wir uns ja über den heutigen Blog-Beitrag in einigen Wochen oder Monaten (oder Jahren?) in einem Ritter-Seminar?

Mein Account http://twitter.com/steffenritter ist geschaltet, allerdings derzeit „nur“ mit der Info hin zu diesem Blog. Inwieweit später Leben hinein kommt – abwarten. Vielleicht hängen Sie sich ja als „Follower“ bei mir an, dann wären Sie auf jeden Fall im Bilde …

Ihre Twitter-Anmeldung haben Sie in wenigen, einfachen Schritten vorgenommen:

  • Gehen Sie auf die Seite http://twitter.com/ und dann auf den Button „Get Started – Join!“.
  • Geben Sie in das erste Feld Ihren Namen (Full Name, d.h. Vorname Nachname oder z.B. Ihren Firmennamen) ein.
  • Geben Sie dann Ihren Twitter-Namen (Vorname Nachname, nur Nachname oder Ihr Firmenname) ein, eventuell ist er schon vergeben. Natürlich können Sie auch andere geschäftliche Bezeichnungen wählen, die auf Sie zutreffen. Wir haben z.B. zudem http://twitter.com/agenturberatung gewählt.
  • Geben Sie danach ein Passwort sowie Ihre Mailadresse ein.
  • Im Anschluss müssen Sie noch zur Sicherheit zwei zufällig generierte Worte abschreiben. Danach der Button „Create my account“ – und fertig!

Wenn Sie erst einmal abwarten wollen, wie sich Twitter & Co. entwickeln, können Sie sich ja ebenfalls – auch ohne Nutzung – zumindest Ihren Namen sichern. Wenn er noch frei ist …

Ihnen alles Gute!

Ihr Steffen Ritter
Geschäftsführer der Institut Ritter GmbH

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