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Alles schön und gut, mit den ganzen Systemen, die Steffen Ritter vorschlägt. Und wenn ich allein tätig wäre, das würde ich garantiert auch alles umsetzen. Aber wie bekomme ich meine Mitarbeiter dazu?

Das erfolgreiche Einführen neuer Verhaltensweisen, das nachhaltige Etablieren neuer, einheitlicher Abläufe hat sehr viel mit den alten Gewohnheiten zu tun. Hierzu in einem Blog-Beitrag, den ich mir für nächste Woche vorgenommen habe, mehr. Ganz wichtig ist: Sie müssen, damit es wirklich erfolgreich wird, in der Umsetzung ein paar Voraussetzungen erfüllen. Einige davon sind sowohl bedeutsam, wenn Sie allein arbeiten als auch, wenn Sie Mitarbeiter haben.

1. Haben und geben Sie Langfrist-Orientierung?

Sind Sie sich über Ihr angestrebtes – Sie wirklich motivierendes – Ziel im Klaren? Diese, Ihre Vision treibt Sie an und Sie nehmen sich Zeit dafür, sie Ihren Mitarbeitern verständlich und mit Motivation zu vermitteln.

Wohin geht die Reise Ihrer Firma? Oft treibt man bei dem eigenen Wunsch nach Veränderungen eine neue Sau durchs Dorf und Ihre Mitarbeiter wissen genau: Es braucht ein paar Tage, dann ist diese Idee wieder vergessen, dann beruhigt es sich wieder. Aussitzen ist angesagt. Bis eine neue Sau angerannt kommt. Aber auch die braucht maximal zwei Wochen, dann ist sie wieder weg. Ihre angestrebten Veränderungen müssen in der Langfrist-Orientierung Ihrer Firma ein wichtiger Baustein sein. Sonst sind sie nur von kurzer Dauer.

2. Vermitteln Sie zwingende Gründe für neue Abläufe?

Neue Gewohnheiten aufbauen ist schwer. Warum das eigene Verhalten verändern, wenn es gar nicht sein muss? Ohne zwingende Gründe wird ein neuer Ablauf misslingen. Was ist die Konsequenz, wenn weiter gearbeitet wird, wie bisher. Schreiben Sie Tendenzen fort. Erläutern Sie, welche Notwendigkeiten bestehen. Aber spielen Sie nicht mit der Angst Ihrer Mitarbeiter. Es geht darum, gemeinsam voranzukommen. Angst lähmt dabei.

Ihre Aufgabe ist, aufzuzeigen, warum etwas sein muss. Und Ihre Mitarbeiter müssen diese Gründe verstehen. Das eigene Tun braucht einen Sinn. Und auch Veränderungen brauchen einen Sinn. Genau hierum geht es.

3. Beschränken Sie sich auf weniges?

Auch wenn Sie – wenn Sie meinen Blog lesen – manchmal denken, woran muss ich denn noch alles denken: Gehen Sie langsam vor! Sie können an Gras nicht ziehen, damit es schneller wächst. Sie können auch neue Verhaltensweisen nicht im Paket einführen, damit es schneller geht. Ihre Mitarbeiter (und auch Sie) sind keine Maschinen, die auf Knopfdruck neu programmiert werden. Schritt für Schritt ist angesagt. Nachhaltige Veränderungen gelingen langsam, nach und nach. Neues braucht Konzentration, verlangt 100 Prozent bewusstes Handeln.

Niemand kann sich auf 10 Dinge zugleich und mit identischer Qualität konzentrieren. Und auch wenn SIE es könnten … darum geht es nicht!

4. Haben Sie Verantwortlichkeiten bestimmt?

Wer ist – außer Ihnen – zuständig, damit etwas gelingt? Es reicht nicht aus, vage neue Vorhaben zu umreißen. „Schön wäre, wenn wir künftig so vorgehen.“ klingt nett. Wenn Sie an den Satz noch das Wort „könnten“ anhängen, können Sie ihn sich ganz sparen. In Verantwortung steckt unter anderem: Wer genau muss Ihnen eine Antwort geben, wenn etwas nicht gelingt.

Sorgen Sie für Klarheit. Ihre Mitarbeiter haben ein Recht darauf. Verantwortlich zu sein, heißt auch bedeutsam zu sein. Beziehen Sie Ihre Mitarbeiter in das Gelingen Ihrer Vertriebstätigkeit ein. Geben Sie Ihren Mitarbeitern durch Verantwortung Bedeutung.

5. Haben Sie für Befähigung gesorgt?

All die bisherigen Aspekte sind Makulatur, wenn Ihren Mitarbeitern die Fähigkeiten fehlen. Dann helfen Vision, Gründe, Beschränkung und Verantwortlichkeiten auch nicht weiter. Ihre Mitarbeiter müssen ganz praktisch die neuen Abläufe nicht nur kennen, sie müssen es auch können. Das Befähigen wiederum liegt in Ihrer Verantwortung. Zumindest macht es großen Sinn, hierüber nachzudenken und daran zu arbeiten.

Am besten ist, wenn Sie Mitarbeiter 100 Prozent passend zu Ihren Stärken und Begabungen einsetzen. Das ist Unternehmeraufgabe. Es nützt nichts, jemand zum Beispiel terminieren zu lassen, der ansonsten aktive Kommunikation grundsätzlich umgeht. Die geeignete Auswahl und das laufende Unterstützen Ihrerseits dürfen nicht zu kurz kommen.

Am besten Sie denken einmal kritisch darüber nach, inwieweit Sie all dem nachkommen. Am besten bis morgen … dann folgen die zweiten Fünf.

Danke für Ihre Zeit und
viele Grüße aus dem Institut Ritter

Ihr Steffen Ritter

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