Ritters Agenda 2020 (32 von 40)

Die Zunahme operativer Aufgaben eines Vermittlerunternehmens, die bereits in den vergangenen Folgen hier im Ritterblog ausführlich beschrieben wurden, bringt mit sich, dass immer mehr der handelnden Personen im Tagesgeschäft überfordert sind. Um mit den zunehmenden Herausforderungen klarzukommen, werden Rituale und Standards im Handeln immer wichtiger.

Mit derartigen Standards sind Abläufe gemeint, die immer wiederkehren, eine vergleichbare Herangehensweise haben und die irgendwann wie von selbst ausgeführt werden. Häufige Wiederholungen tragen dazu bei, dass sie nahezu automatisch und ohne große Mühe vonstattengehen. Aber nicht allein Übung macht den Meister, sondern das richtige Üben macht den Meister. Es stellt sich also die Frage: Welche Gewohnheiten genau bringen Sie voran, automatisieren Ihren Erfolg?

 

„Falsche“ Gewohnheiten eliminieren

Wie die sprichwörtliche Medaille haben Gewohnheiten deshalb zwei Seiten. Wo Licht ist, da ist auch Schatten.

In Beratungen des Instituts Ritter stellen wir immer wieder fest, dass neben der Entwicklung der „richtigen“ Gewohnheiten insbesondere auch die Eliminierung der „falschen“ Gewohnheiten, die den Erfolg behindern, von Bedeutung ist. Hier gilt es anzusetzen, selbst die besten Vermittlerbetriebe Deutschlands haben hier immer wieder Handlungsbedarf.

Die Erfahrung zeigt, dass allein das Abschaffen von hinderlichen Gewohnheiten nur selten funktioniert. Die jahrelange Wiederholung, quasi das permanente Training einer Handlung im Tagesgeschäft, kann eine Beratung schließlich nicht durch Handauflegen ungeschehen machen.

Neben der ehrlich-selbstkritischen Erkenntnis braucht mancher zusätzlich noch schmerzhafte Erfahrungen, um Veränderungen wirklich anzugehen. Erfolgversprechender ist es, die alte Gewohnheit nicht nur zu streichen, sondern sie vielmehr zugleich durch eine neue Gewohnheit zu ersetzen. Bei diesem Vorgehen liegen zumindest unsererseits sehr gute Erfahrungswerte vor.

 

Beispiel für „schlechte“ Gewohnheiten

Die nachfolgend aufgeführten Gewohnheiten wirken sich auf den eigenen Erfolg als Vermittler eher hinderlich aus:

  • exzessives Surfen im Internet zum Start in den Arbeitstag,
  • allumfassendes, undifferenziertes „just in time“ in der Mailbearbeitung,
  • rein intuitives und damit planloses Vorgehen in der Beratung,
  • jederzeitige Erreichbarkeit für alles und jeden
  • oder ganz allgemein: zu langes Festhalten an altbewährten, aber überholten Zuständen unter dem Deckmantel der Tradition.

Sicher, diese Beispiele sind erst einmal sehr allgemein gehalten. Ebenso sicher – nicht jeder wird mir bei allen Beispielen vorbehaltlos zustimmen. Mein Ziel habe ich aber erreicht, wenn Sie beginnen, über Ihre Gewohnheiten nachzudenken. Jede Handlung, die in Ihrem Berufsalltag wiederkehrend ist, sollte durchdacht werden.

 

Bewertung der eigenen Gewohnheiten

Am einfachsten ist es, selbst und eventuell durch Mitarbeiter einmal zusammenzutragen, welche Aufgaben im eigenen Alltag wiederkehrend sind. Dabei handelt es sich quasi um eine Bestandsaufnahme eigener Rituale. Im Anschluss daran kommen diese auf den Prüfstand. Folgende Fragen können Sie sich hierbei stellen:

  • Ist diese Aufgabe im Sinne der Vertriebsziele und der Servicequalität des eigenen Unternehmens in dieser Form notwendig?
  • Ist diese Aufgabe standardisiert, das heißt wird sie von allen Mitarbeitern des Unternehmens in gleicher Art und Weise stets einheitlich durchgeführt?
  • Ist es möglich, diese Aufgabe „schlanker“ umzusetzen, ohne die Qualität inakzeptabel zu reduzieren?
  • Wird die Aufgabe – gemäß ihrem Wert – vom richtigen Mitarbeiter Ihres Unternehmens umgesetzt?

Es geht also nicht nur darum, die eigenen Rituale in Frage zu stellen. Es geht auch darum, die Art der Umsetzung und die internen Verantwortlichkeiten immer wieder zu durchdenken.

 

Eigenen Arbeitswert steigern

In einer schnelllebigen Zeit wie heute sollten Vermittlerunternehmen keine Abläufe von gestern ihr Eigen nennen. In der persönlichen Entwicklung ist zudem wichtig, dass unternehmerisches Wachstum auch dazu führt, dass in allen Ebenen des Betriebs immer wieder Aufgaben abgegeben werden, um den eigenen Arbeitswert weiter zu steigern.

Genauso wenig sollten Sie in einem Meer zunehmender Aufgaben und Herausforderungen ertrinken und sich von falschen Gewohnheiten zu viel Zeit rauben lassen.

Wir leben und arbeiten in einer Zeit, in der jeder immer wieder über sein Handeln im ganz individuellen Blick auf die eigene Strategie nachdenken sollte. Wer sich genau dies wiederum zur Gewohnheit macht, liegt garantiert nicht falsch.

 

Viel Erfolg und eine schöne Zeit
Ihr/Euer Steffen Ritter

 

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