Gedanken für den Sommer

Haben Sie in den nächsten Wochen ein paar freie Tage? Vielleicht stehen Ihnen sogar ein-zwei Wochen Urlaub bevor?

Für Unternehmer und für sehr engagierte, hochaktive Mitarbeiter werfen solche Zeiten häufig die Frage auf: Kann ich mich wirklich trennen von meiner Firma? Kann ich mich trennen von meiner Arbeit?

In Zeiten, in denen die meisten von uns ihre Mails und Wiedervorlagen nicht nur auf dem Rechner im Büro, sondern auch auf Smartphone und Tablet erhalten, ist das eine besondere Herausforderung. Sofern ich nicht getrennte Geräte (Beruf und Privat) habe, nehme ich damit all die Nachrichten auch mit in den Urlaub. Ich könnte sie abrufen, wenn ich neugierig bin. Wenn ich wissen will, was so passiert und deshalb den Dienst nicht abschalte. Damit schalte ich dann tatsächlich nicht ab, ich bleibe beruflich quasi auf Stand-by.

Ich möchte Ihnen das heute nicht ausreden, denn jeder muss für sich herausfinden, wie er sich am wohlsten fühlt. Allgemeine, kluge Rezepte sind hierfür – finde ich – fehl am Platz. Vielmehr möchte ich Ihnen meinen Weg beschreiben, Sie können ja mal darüber nachdenken.

 

Ich bin weg

Im Sommer bin ich in den letzten Jahren zumeist ca. 2,5 Wochen fern von der Arbeit, von Vorträgen, Trainings und von unserem Institut. Eine lange Zeit? Oder eher eine kurze Zeit? Das ist sicher relativ. In dieser Zeit bin ich dann tatsächlich weg, ohne Kontakt zum Unternehmen. Da ich sonst außerhalb des Urlaubs auch zu denen gehöre, die nicht anders können, als laufend darüber nachzudenken, was im eigenen Unternehmen noch etwas besser geht, wie die eigene Positionierung noch klarer präsent wird, wie die eigenen Leistungen noch nutzbringender gestaltet werden, ist diese Auszeit sehr wichtig. Würden diese Wochen nicht wirklich „Auszeit“ sein, hätten sie für mich persönlich nur begrenzten Wert. Und zwar in dreifacher Hinsicht, wobei hier sogar zwei Gründe beruflicher Natur sind. Zuerst aber der mit Abstand wichtigste, der private …

  1. Privat wäre die Zeit weniger wertvoll, weil ich dann nicht abschalten könnte, das wäre schlecht.
  2. Beruflich wäre die Zeit weniger wertvoll, weil ich dann nicht so viel neue Kraft tanken würde.
  3. Beruflich wäre die Zeit nochmals weniger wertvoll, weil mir in Zeiten maximaler Entspannung die besten Ideen kommen.

Letztere, diese Ideen kommen dann einfach so, obwohl ich Eindrücke aus der jeweiligen Urlaubsregion bekomme, die mit unserem Unternehmen und unserem Geschäftszweck rein weg nichts zu tun haben. Aber indirekt dann irgendwie doch. Das können Servicekonzepte in italienischen Restaurant sein, das kann der Verkaufsprozess in spanischen Boutiquen sein, das können aber auch Gespräche mit russischen Taxifahrern sein. Denn ich bin und bleibe ja auch im Urlaub Unternehmer. Zudem kann ich den Blick auf andere Unternehmen gleich aus welcher Branche und gleich aus welchem Land aus Beratersicht nie ganz vermeiden. Nur die eigene operative Arbeit, die aktuellen Vorgänge, die Dinge und Fragen, die vor Ort bei uns gerade anstehen, die gehen an mir völlig vorbei. Selbstverständlich läuft unsere Arbeit dennoch hochprofessionell weiter. Wenn Sie also Fragen haben, rufen Sie einfach bei uns an.

Ich wünsche Ihnen eine richtig schöne Zeit, lassen Sie es sich gut gehen, tanken Sie – wenn Sie gerade auch eine kleine Auszeit haben – ebenfalls Ideen und Kraft! Und für unser Unternehmen und auch hier für den Ritterblog verspreche ich Ihnen: Ich komme ganz sicher mit vielen Ideen zurück und würde mich auf ein Treffen mit Ihnen bei einem unserer Seminare im zweiten Halbjahr sehr freuen!

 

Sonnige Grüße
Ihr/Euer Steffen Ritter

 

 

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