Sie, als Inhaber eines Vermittlerbetriebs stellen Mitarbeiter ein, damit diese Sie als Chef entlasten und ausgewählte Aufgaben übernehmen.

In der Praxis gibt es jedoch nahezu täglich die Re-Delegation. Mitarbeiter bitten Sie als Chef um Rat, wissen nicht weiter – im schlechtesten Fall landet die Aufgabe wieder komplett auf Ihrem Tisch. Wenn das bei Ihnen mitunter so ist, durchdenken Sie bitte die folgenden sechs Fragen.

  • Kennen Ihre Mitarbeiter exakt ihre Aufgaben, können also problemlos die sechs oder zehn Kernaufgaben benennen, für die sie in Ihrem Unternehmen zuständig sind?
    Häufig sind in Vermittlerbetrieben „alle für alles“ zuständig. Statt klarer (transparenter und verbindlicher) Verteilung in einem Organigramm, macht jeder alles, und am Ende macht es der Chef. Sorgen Sie für Klarheit, ordnen Sie die Aufgaben und Verantwortlichkeiten eindeutig zu!
  • Mischen Sie sich bei der Erledigung der Aufgaben (zur Sicherheit) immer wieder ein, zum Beispiel, um Fehler zu vermeiden?
    Wenn Ihr Mitarbeiter das Gefühl hat, dass Sie als Chef ohnehin über alles „drüberschauen“, verlässt er sich einerseits darauf, andererseits ist dann die Hemmschwelle viel niedriger, Aufgaben zurück zu geben, da Sie ja ohnehin bei dieser Aufgabe „mitarbeiten“. Entwickeln Sie in Ihrem Unternehmen Fehlertoleranz! Lassen Sie zu, dass auch einmal Dinge schief gehen! Daran lernen Ihre Mitarbeiter und bemerken, sie sind zuständig!
  • Sind Ihre Mitarbeiter grundsätzlich für die Erledigung ihrer Aufgaben befähigt oder besteht hier noch Trainingsbedarf?
    Eventuell fehlt Ihrem Mitarbeiter hier und da die Befähigung, eine Aufgabe sicher und bestmöglich zu erledigen. Eventuell sollten Sie darüber nachdenken, Mitarbeiter zu entwickeln. Das kann auf verschiedenen Wegen geschehen. Sowohl Training on the job, wobei Sie begleiten und Feedback geben als auch Praxistrainings außerhalb der Arbeit können sinnvoll sein. Trainingsbedarf zu erkennen und entsprechend zu handeln, liegt in Ihrer Zuständigkeit, schließlich wollen Sie Ihren Mitarbeiter zu recht bezahlen.
  • Verstehen Ihre Mitarbeiter den Sinn ihrer Aufgaben und sind sich im Klaren, welche Bedeutung diese Tätigkeiten für den Unternehmenserfolg als Ganzes haben?
    Wenn Ihre Mitarbeiter das „WARUM“ nicht kennen, hat eine Aufgabe automatisch viel geringere Bedeutung. Erläutern Sie denn Sinn und die Zusammenhänge. Warum ist im Gesamtablauf Ihrer Firma diese Aufgabe derart bedeutsam?
  • Machen Ihre Mitarbeiter Ihre Aufgaben wirklich gern und sind 100 Prozent passend zu ihren Stärken und Begabungen in Ihrem Unternehmen eingesetzt?
    Wenn es Ihnen gelingt, Ihre Mitarbeiter (fast ausschließlich) in Ihren Stärken einzusetzen, werden sie in ihren Aufgaben „aufgehen“. Gut mache ich, was ich gern mache! Machen Ihre Mitarbeiter ihre Aufgaben gern?
  • Haben Sie geklärt und im Idealfall schriftlich fixiert, wie die Aufgaben erledigt werden sollen oder liegt das der situativen Kreativität Ihrer Mitarbeiter, d.h. dem Zufall?
    Je mehr Systeme Sie definieren und beschreiben, je mehr Sie festzurren, wie die Dinge einheitlich in Ihrem Standard erledigt werden sollen, umso weniger Fragen werden sich ergeben. Je weniger Standards und Systeme Sie festlegen, umso mehr Unklarheit entsteht immer wieder. Schaffen Sie einheitliche, allen bekannte Vorgehensweisen!

Die PRAXIS-Antwort

Ihre Mitarbeiter werden dennoch auch weiterhin wieder und wieder in Ihrer Tür stehen. Lassen Sie künftig nur noch Rückfragen zu, bei denen Ihr Mitarbeiter Ihnen gleichzeitig drei Lösungsvorschläge aus seiner Sicht mitbringt.

„Zwingen“ Sie Ihren Mitarbeiter auf diesem Wege zum Nachdenken. Seine Lösungen werden hervorragend sein. Sein Selbstbewusstsein wird steigen. Seine Fragen werden weniger …

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Herzliche Grüße aus der Bauhausstadt Dessau

Ihr Steffen Ritter
Geschäftsführer der Institut Ritter GmbH

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