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Lesen Sie diesen Beitrag nochmals am 08.08.2016

… und Sie werden den ganzen Tag lachen! Warum? Weil mein Ausblick im unteren Teil meines heutigen Blogs sicher von der Realität vollkommen überholt, ja überrollt sein wird.

Wir leben in Zeiten, in denen sich alles verändert. Kein Bereich im beruflichen oder im privaten Leben wird nicht durch die Chancen des Internets beeinflusst. Sicher, nicht alles, was geht, ist auch sinnvoll. Und über vieles von dem, was heute sehr ungewohnt und vor allem total neu ist, werden wir im Blick auf die anfängliche Trivialität übermorgen lachen, genauso wie heute über die ersten Mobiltelefone oder auch die Möglichkeiten des Commodore 64.

In meinen Vorträgen fällt mir auf, dass manche im Vertrieb euphorisch dabei sind, die neuen Möglichkeiten und Wege zu testen, andere wiederum diesen ganzen modernen Online-Müll konsequent ablehnen. Wie so oft: Die Wahrheit liegt in der Mitte. Man kann sich wunderbar ablenken, zum Beispiel eignen sich die sozialen Netze dafür hervorragend. Man kann den ganzen Tag posten und die Beziehungen zu seinen Kontakten, Kunden und Freunden „pflegen“, bekommt aber im realen Leben keinen Cent mehr rein. Oder man kann die Möglichkeiten strategisch bewusst, damit meine ich durchdacht, nutzen und als einen Teil des vertrieblichen Ganzen sehen.

Ich bin der festen Überzeugung, dass niemand von uns alsbald ohne diesen „ganzen Kram“ auskommt. Es sei denn, Sie entscheiden sich, keine Kunden der nachwachsenden Generationen mehr aufzunehmen. Und diejenigen „Älteren“ (das bin ich mit 43 ja auch …), die interaktiver und auf neuen Wegen mit Ihnen Kontakt haben möchten, überlassen Sie künftig ebenfalls anderen.

Aber, ohne Sie – und damit uns alle – überfordern zu wollen: Wir sind erst am Anfang! Da in Anbetracht der Technik auch die Trennlinie zwischen Beruf und Privat immer weiter verwischt, ist Achtsamkeit geboten, sich von all dem, was ist und was kommt, nicht völlig und 24 Stunden täglich in Beschlag nehmen zu lassen. Auch wenn all das spannend sein mag … gar nicht mehr abschalten zu können, ist auf Dauer nicht gesund! Hierfür benötigt jeder seinen eigenen „Plan“, verbunden mit der notwendigen Konsequenz.

Wie wird es 2016 laufen?

Sicher, ich bin kein Hellseher. Dennoch mein Blick in die Zukunft.

1. Jeder Vermittlerbetrieb wird einen Social Media – Account haben.

… und das wird schon sehr viel früher der Fall sein. Ob das Facebook sein wird, ist nicht sicher, zumal gerade Google+ beweist, wie schnell Ernst zu nehmende Konkurrenz nachrücken kann. Die Online-Welt und die virale Verbreitung machen es möglich, in kurzer Zeit scheinbar unaufholbar wirkende Firmen zu toppen. Dennoch: Aus heutiger Sicht wäre es Facebook, seien Sie dabei! Die wichtige (gemeinsame) Test- und Lernphase von heute kommt nicht wieder.

2. Online-Informationen und reale Beratung rücken eng zusammen.

Heute denken viele in einem „Entweder – Oder“. Das ist aus meiner Sicht bereits heute falsch. Ein Kunde wird immer hybrider, er informiert sich online und lässt sich dann beraten. Oder er lässt sich erst beraten und kauft dann online. Also kann es nicht richtig sein, so zu tun, als gäbe es online nicht. Vielmehr sollte es eingebunden werden. Der Wert Ihrer Beratung kann dennoch erhalten bleiben. Online ist kein Feind, online ist Ihre Chance! Kunden können täglich mobil auf ihre Verträge zugreifen, bekommen in einem eigenen Vorsorge-Account automatisch Empfehlungen zu Ihrer Situation und von dort aus auch automatisiert den nächsten Termin. Einen realen oder virtuellen Termin mit Ihnen, meine ich. Das alles heißt …

3. Die Kundenarbeit wird per Technik und persönlich laufen.

Das ist doch heute schon so, werden Sie sagen. Sicher! Nur ist eine Masse von Kunden im großen Topf Ihres Bestandes stets irgendwie unbetreut. Deshalb werden künftig – zumindest von den hoch professionellen Unternehmen – die eigenen Kunden zum Teil real, zum Teil virtuell und in viel größeren Mengen auch in Online-Gruppen informiert und betreut werden. Kundenklassen, die die betriebswirtschaftliche Art und Weise der Betreuung spiegeln, werden immer wichtiger. Aber natürlich … Auch den realen Termin wird es geben. Und gerade für regional agierende Vermittler wird dieser Bauch-an-Bauch-Termin auch 2016 noch in der Überzahl sein.

4. Die Video-Telefonie wird den Durchbruch geschafft haben.

Heute ist mancher noch ganz froh, dass er am Telefon nicht gesehen wird. In Kürze wird es dazu gehören und ein Indiz für Offenheit und Transparenz sein, den anderen zu sehen. Wer das verweigert, hat etwas zu verstecken. Vielleicht ja sein Büro? Oder sich? Oder seine ganze Firma? Vielleicht ist es ja nur eine Briefkasten-Firma? Jeder Mitarbeiter eines Vermittlerbetriebs wird eine Webcam bzw. den Nachfolger hiervon – vielleicht künftig fest in jeden Monitor installiert – vor sich haben. Die Zeit des neben dem Telefonieren 1.000 andere Dinge erledigen, wird vorbei sein. FaceTime von Apple sorgt gerade für immer größer werdende Akzeptanz.

5. Die komplette Kunden-Kommunikation wird revolutioniert sein.

Heute müssen wir uns alle Kommunikations-Häppchen zusammensuchen. Ob (Post-)Brief, Fax, Mail, SMS, MMS, Telefonat, Anrufbeantworter-Nachricht, Sprachnachricht woanders, normale oder Chat-Nachricht in Netzen, Gruppen-Newsletter oder was auch immer, etwas lauert überall … Künftig wird all das in einem Account, in einem Kommunikations-Center zusammenlaufen. Wie immer das technisch geht, ob via heute üblichen Rechnern oder mit einer Flat-Vorrichtung, die als eine Art Tapete an der Wand hängt und die wir mittels Bewegungen und Sprache steuern, wer weiß.

6. Aufgabenteilung und Organisation wird noch bedeutsamer.

In der mehr und mehr virtuellen Welt wird die Aufgabenteilung noch bedeutsamer. Ihre Mitarbeiter müssen nicht zwingend im realen Nachbarraum sitzen, um mit Ihnen zusammenarbeiten zu können. Da die Möglichkeiten zunehmen, wird auch der Wunsch nach Effizienz zunehmen. Und der Vertriebler wird umso mehr die Aufgaben selbst erledigen, die seinem „wahren Wert“ gerecht werden. Und er wird andere Aufgaben abgeben. Sich bei all dem organisieren zu können, ist übermorgen noch mehr Pflicht und keineswegs Kür. Hierin liegt die Hauptvoraussetzung erfolgreichen Vertriebs 2016.

Ritter spinnt! Oder nicht?

Manchem Leser läuft es gerade kalt den Rücken runter. Andere sind begeistert von den Möglichkeiten. Und wieder andere mögen sagen: Was hat der Ritter heute getrunken? Ich bin übrigens gerade in Griechenland …

Meine Empfehlung ist, bleiben Sie wachsam, was die Möglichkeiten angeht. Lassen Sie sich nicht abhängen, bleiben Sie gerade heute nicht stehen. Und bleiben Sie dennoch achtsam, dass Sie ganz persönlich und Ihre Mitarbeiter sich bei den nächsten Entwicklungsschritten wohlfühlen. Vielleicht sehen wir uns ja auf Rügen im September, ich würde mich freuen.

Als ganz besonderes Special ist neben der „Stammbesetzung“, also Uwe Schwesig und ich, bei den Entwicklungstagen vom 19. bis 21. September 2011 erstmalig und einmalig (!) Skisprung-Olympiasieger und Weltmeister Jens Weißflog mit vor Ort und berichtet, wie er seine sportliche und danach seine unternehmerische Entwicklung stetig vorangetrieben hat. Er wird zudem – neben seinem Part – am gesamten Seminar mit teilnehmen.

Die Zukunft hält für uns alle, die unternehmerisch etwas bewegen möchten, einmalige Möglichkeiten bereit. Unser Institut wird vorangehen, unser Institut wird Sie begleiten. Garantiert!

 

Ihnen alles Gute,
… und viele Grüße, heute aus Athen


Ihr/Euer Steffen Ritter


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