Regionale Vernetzung ist – geschickt initiiert – ein wirksamer Hebel für Ihren Geschäftserfolg. Allerdings sollten ein paar Spielregeln beachten werden, damit sich Nutzen tatsächlich einstellt.

  1. Der Nutzen einer regionalen Kooperation muss immer beidseitig sein.
  2. Sie, der Initiator, müssen „gebe-bereit“ sein, bevor Sie (später) etwas erhalten.
  3. Überfordern Sie Ihren Kooperationspartner nicht, lassen Sie ihn vielmehr Schritt für Schritt „spüren“, wie interessant das gemeinsame Engagement ist.
  4. Akzeptieren Sie, dass Sie nicht sofort endlos Erfolge messen können, die wertvollsten Vorhaben brauchen Ihre Anlaufphase.

Wenn Sie diese grundsätzlichen Spielregeln beachten, können regionale Kooperationen ein wertvoller Baustein Ihres geschäftlichen Erfolgs werden. Ich möchte Ihnen aus den vielfältigen Beratungen drei einfache Beispiele geben, die hervorragend funktionieren. Verbinden Sie die Ideen mit Ihren ganz individuellen Gegebenheiten. Spinnen Sie manchen Gedanken weiter. Schreiben Sie ihn zum Weitergrübeln auf einen Notizzettel und hängen Sie ihn an Ihre Pinnwand. Lassen Sie Ihre Ideen setzen. Gerade die besten Gedanken brauchen Ihre Entwicklungszeit, bevor sie „einschlagen“.

Kooperation „Steuerberater – Vermittler – Anwalt“

Die drei Beratungsbetriebe geben einen Quartalsflyer heraus. Er besteht lediglich aus vier A4-Seiten, das heißt einem A3-Bogen gefaltet, beidseitig bedruckt. Auf der ersten, der Titelseite sind in der oberen Hälfte unter dem Schriftzug „Erstklassig beraten in Musterstadt“ die drei Betriebe kurz beschrieben, in der unteren Hälfte befindet sich ein Formular mit den drei Faxnummern zum Kontakt aufnehmen. Auf den folgenden drei Seiten gibt – jeweils auf einer Seite – jeder Betrieb aktuelle, wertvolle Impulse aus dem eigenen Fachbereich. Die Unternehmen versenden den Flyer jeweils an die ca. 500 besten Kunden, legen ihn zudem geeigneten eigenen Kundenschreiben oder Angeboten bei und im eigenen Wartezimmer aus. Die Kosten der Erstellung werden geteilt, für den redaktionellen Part ist jeder selbst verantwortlich. Als denkbare Weiterentwicklungsmöglichkeiten könnte der Flyer (passenden) Zeitungen oder Vereinspostillen beigelegt werden.

Kooperation „Vermittler – Arztpraxis“

Die Beraterinfo kann natürlich auch in Arztpraxen ausgelegt werden. Im Gegenzug legen Sie eine passende Info der Ärzte in Ihren drei Beraterbetrieben aus. Aber auch allein ist eine Kooperation mit einer Praxis sehr sinnvoll. So könnten Sie zum Beispiel mit einem Arzt zusammen „Terminzettel“ produzieren. Damit meine ich die kleinen Kärtchen, die Ärzte immer ausgeben, damit Ihre Patienten an den nächsten Behandlungstermin denken. Auf der Vorderseite befindet sich jeweils das eigene Logo mit den Feldern zum Eintragen der nächsten Termine, auf der Rückseite sind unter der Überschrift „In bester Behandlung“ jeweils beide Betriebe mit den drei wichtigsten Leistungsversprechen oder Besonderheiten, die für Ihre Kunden und Patienten wertvoll sind, beschrieben. Im Übrigen: Wenn auch Sie über solche Kärtchen Termine vergeben, verdeutlichen Sie nochmals die Bedeutung eines Termins.

Kooperation „Vermittler – Autohaus“

Gehen Sie eine regelmäßige Partnerschaft mit einem Autohaus ein. Nicht alle Autohäuser lösen das Thema Versicherungen für Ihre Fahrzeugkäufer, andere machen es irgendwie und sind sehr unzufrieden. Lassen Sie sich jeweils die Daten faxen oder mailen und nehmen Sie Kontakt mit dem Kunden auf. Vielleicht führen Sie das Autohaus als Untervermittler und geben die Hälfte der Provision weiter. Das Autohaus hat – bis auf die Datenweiterleitung – keine Arbeit, dafür aber Ertrag. Das geht natürlich – zumindest betriebswirtschaftlich – nur unter einer Voraussetzung: Sie haben jetzt den Auftrag und die Pflicht, qualifiziert die Kundenbeziehung auszubauen. Machen Sie diese Kunden zu Top-Kunden! Dann, erst dann, hat das Ganze seinen Wert!

Die WEITERDENKENDE Antwort

Bedenken Sie immer zuerst den Nutzen, den Ihr Kooperationspartner hat. Weitere Partner können Reisebüros, Gewerbevereine, Restaurants, Friseursalons, Massagepraxen, Buchhändler, Autovermieter, Kinos oder wer auch immer sein. Was die alle mit Ihrem Betrieb zu tun haben? Das kommt auf Ihren Betrieb, auf Ihre Art zu arbeiten an.

Denken Sie nach …

Herzliche Grüße
Ihr Steffen Ritter

TIPP: München, 27. April 2010:
„Absprung 2010 – Mit System zum Erfolg“

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