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Ende der Perfektion, Anfang vom Wachstum

Selbständige haben oft den Anspruch, ihre Aufgaben perfekt zu bewältigen. Hierdurch entsteht die Qualität, die andere Menschen an der eigenen Arbeit so schätzen. Meist entsteht eine ganz eigene Art von Perfektion. Mit ganz eigen meine ich, dass ein Anderer eine Aufgabe ebenso hervorragend lösen könnte. Nur ein klein wenig anders im Vorgehen, also mit etwas anderem Fokus, aber ebenso gut.

Die besten Betriebe, die erfolgreichsten Selbständigen, die ich in den letzten Jahren sowohl in Beratungen, unseren BEST OF-Analysen als auch bei unseren Awards kennenlernen konnte hatten gemeinsam, dass sie sich aus diversen Aufgaben gern heraus halten, nachdem sie einem Anderen erläutert – oft beschrieben – hatten, wie sie sich die Erledigung wünschen. Wobei „heraus halten“ natürlich dennoch das Steuern, das Controlling der Erledigung bedeutet. Also nicht Aufgaben abgeben und abhauen …

Entwicklung der eigenen Arbeit heißt oft Abschied von Aufgaben, um sich anderen, wertigeren Aufgaben noch intensiver widmen zu können. Es geht also darum, dass Sie für sich herausfinden, in welchen Aufgaben Sie selbst am wirkungsstärksten, am ertragreichsten sind. Wenn Sie es schaffen, sich auf genau diese Aufgaben zu konzentrieren und die Bereitschaft entwickeln, andere Aufgaben von Dritten professionell erledigen zu lassen, machen auch Sie immer wieder den nächsten Schritt. Gewöhnen Sie sich hierbei aber Fehlertoleranz an. Damit meine ich, dass Ihre Beauftragten nie (Nie!) eine Aufgabe exakt genauso erledigen wie Sie. Oft ist das viel weniger schlimm als Sie glauben. Und je besser Ihre Vorgaben und Ihre Beschreibungen sind, umso näher liegen die Erledigungen in Ihrem Zielkorridor.

Deshalb heute die wichtigste Einstellung wachsender Vertriebsunternehmer:

Machen Sie nichts selbst, was ein Anderer für Sie ebenso könnte, wenn Sie gut und konsequent genug sind, Ihre Zeit ergebnisstärker zu nutzen.

Nochmals der erste Teil: Machen Sie nichts selbst, was ein anderer für Sie ebenso könnte. Ein Anderer kann die Aufgabe ebenso, weil Sie ihm Ihr Ziel, Ihre Schritte, Ihre Vorstellung von Qualität erläutert haben, weil Sie die Aufgabe professionell abgegeben haben. Rechnen Sie nicht damit, dass der Andere Gedanken lesen kann, wie Sie es gern hätten. Wenn Sie hier durchdacht vorgehen, kann der Andere die Aufgabe also ebenso erledigen.

Kommen wir zum zweiten Teil: … wenn Sie gut und konsequent genug sind, Ihre Zeit ergebnisstärker zu nutzen. Eine Aufgabe abgeben heißt den Anderen dafür bezahlen zu müssen. Das geht meist nur, wenn Sie die bei Ihnen freiwerdende Zeit mit höherem Ertrag verwenden können als Sie für die Erledigung der abgegebenen Aufgabe bezahlen. So funktioniert Wachstum. Wenn Sie das sich, Ihren Fähigkeiten und Ihrer Konsequenz nicht zutrauen, wird es schwierig. Dann müssen Sie entweder bei Ihrem jetzigen Entwicklungsstand verharren oder noch lernen.

Der Andere kann ein eigener Mitarbeiter sein, es kann aber auch ein Dienstleister sein, den Sie beauftragen. Die Wege sind vielfältig. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diesen Grundgedanken des Wachstums immer stärker für sich umsetzen können. Ich bin heute unterwegs zu einer Tagung nach Recklinghausen, sitze momentan im ICE nahe dem Flughafen Frankfurt. Sicher hätte ich auch Auto fahren können. Aber meinen Transport von A nach B konnte ein Anderer für mich erledigen. Währenddessen konnte ich meine Zeit wertvoller nutzen, als nur das Lenkrad fest zu halten. Unter anderem habe ich diesen Blog geschrieben …

Danke für Ihre Zeit
und viele Grüße aus der Deutschen Bahn

Ihr Steffen Ritter

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2 Antworten zu “Warum Unternehmen und Verkäufer immer erfolgreicher werden”

  • Michaela Steidl

    Hallo Herr Ritter, ein sehr interessanter Artikel, auf den ich durch einen Hinweis in Xing bei einer Diskussion zum Thema „Zeitmanagement“ aufmerksam wurde.

    Es sind häufig kleinere Unternehmen, denen das delegieren von betriebsfremden Aufgaben die größte Entlastung bringen würde. Aber gerade in diesen Unternehmen findet dieses delegieren leider nicht statt. Man scheut die Kosten für einen weiteren Mitarbeiter, die auch in umsatzschwachen Phasen gezahlt werden müssen.

    Das man Aufgaben, insbesondere im administrativen Bereich, auch als Klein- oder Einzelunternehmer an externe Dienstleister auslagern kann ist vielen noch weitgehend unbekannt.

    Viele Grüße
    Michaela Steidl

  • Steffen Ritter

    Hallo Frau Steidl,

    danke für Ihr Feedback!

    Habe die Diskussion auf XING gar nicht bemerkt. Am Ende geht es um Investitionsbereitschaft und Investitionsfähigkeit oder – noch globaler – um unternehmerisches Denken.

    Ihnen und Ihrem Unternehmen alles Gute, spannende Geschäftsidee!

    Viele Grüße
    Ihr Steffen Ritter

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