Wie kann diese Entwicklung gestoppt werden?

Immer wieder erleben wir top-erfolgreiche Unternehmer oder Verkäufer. In Beratungen und Trainings oder auch in Gesprächen am Rande von Vorträgen erfahren wir deren Entwicklung. Ganz oft hochspannend. Wie ist es bei Ihnen? Was trifft vom heutigen Ritterblog auf SIE zu? So könnte es sein …

Ihr berufliches Engagement hat sich entwickelt, Ihr Kundenbestand ist gewachsen. Immer mehr Kunden möchten von Ihnen betreut werden. Eine richtig schöne Entwicklung! Die Kehrseite der Medaille: Immer mehr Kunden beanspruchen von Ihnen den Service laufender Betreuung, die Unterstützung in Schadensfällen, die Beantwortung entstehender Fragen. All das kommt Schritt für Schritt zu Ihrer Vertriebszeit hinzu. Ihr Arbeitstag wird immer länger …

Eventuell stellen Sie zur Bekämpfung des Problems Mitarbeiter ein. Aber auch die bringen nicht nur Entlastung, die wollen auch geführt werden. Auch das kommt zu Ihrer Vertriebszeit hinzu. Das Wachstum Ihres Betriebs verursacht zudem ein Wachstum der administrativen Anforderungen im Ablauf Ihrer Firma, von den gesetzlichen Unternehmerpflichten ganz zu schweigen. Und auch das kommt zu Ihrer Vertriebszeit noch hinzu.

Mit jedem Tag, an dem sich Ihr Tun positiv entwickelt, ereilt Sie ein kleines Stückchen mehr der “Fluch der guten Tat”. Sie haben das erreicht, was Sie sich zur Gründung gewünscht haben: Sie haben richtig gut zu tun!

 

Die Begleiterscheinung: Beruf frisst Privatleben!

Egal, ob Sie ohne oder mit Mitarbeitern arbeiten: Notieren Sie mindestens einmal pro Jahr möglichst vollständig Ihre Aufgaben. Überlegen Sie im Anschluss, wer bei Ihnen heute diese Aufgaben übernimmt. Das ist, wenn Sie allein tätig sind, natürlich eher einfach!

Meine Empfehlung am Rande: Strukturieren Sie Ihre Aufgaben in Aufgabengruppen, um einmal Überblick und Ordnung in die Bereiche Ihrer Firma zu bekommen. Anschließend kommt das Wichtigste: Überlegen Sie jedes Jahr aufs Neue, welche Aufgaben Sie konsequent abgeben werden. Es ist das Normalste in der Welt von Unternehmern, Aufgaben Mitarbeitern zu übergeben. Jedes Jahr, in dem Sie keine Aufgaben vollverantwortlich abgeben, ist ein Jahr, das Ihr Problem verschärft.

Alle Aufgaben, die Sie abgeben, sollten Sie klar beschreiben, Standardvorlagen entwickeln. Ihre Mitarbeiter benötigen klar und verbindlich die Zielsetzung! Lassen Sie Ihre Erwartungshaltung nicht im Unklaren, Sie werden ansonsten enttäuscht. Prüfen Sie zudem kritisch, ob Ihre Mitarbeiter für die Aufgaben die notwendige Befähigung haben.

Wenn Ihr Unternehmen sich entwickelt, Sie aber nie oder zu wenige Aufgaben abgeben, ist es normal, dass Ihr Arbeitstag wächst. Viele Vermittler erledigen noch unzählige 10-Euro-Aufgaben (so viel kostet vielleicht ein realisierender Mitarbeiter pro Stunde) selbst, weil Ihr Betrieb ohne System läuft. Der Inhaber verschleudert damit sinnlos seine über die Jahre erlangte Vertriebserfahrung, verschenkt seinen Wert. Sorgen Sie also für klare Abläufe, nach Möglichkeit immer gleiche Standards und eindeutige Aufgabenzuordnungen.

Wer als Inhaber heute die gleichen Aufgaben erledigt wie gestern, erzielt heute auch den gleichen Gewinn wie gestern. Auch wenn es schön und bequem ist, über Jahre die gleichen Aufgaben zu erledigen, dies hat mit Unternehmensentwicklung nichts zu tun. Unternehmer sein, heißt andere Menschen zu beschäftigen und sich dort einzusetzen, wo die Wertschöpfung am größten ist. Ich bin mir bewusst, das ist leicht geschrieben, aber schwer umgesetzt.

Zahlreiche Vermittler zeigen aber: Es geht! Mein Institut und ich helfen Ihnen bei der professionellen Umsetzung. Sehr gern!!!

 

Viel Erfolg dabei und beste Grüße
Ihr/Euer Steffen Ritter 

 

Tipp: Die Entwicklungstage auf Rügen, das Ritter-Highlight-Seminar, ist eine einmalige Chance, die Dinge neu zu planen. Geben Sie Ihrem Unternehmen neuen Schwung und damit auch Ihrem privaten Wohlfühlen eine super Chance. Hier buchen: http://steffenritter.de/entwicklungstage! Sehen wir uns?

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Eine Antwort zu “Wenn der Arbeitstag immer länger wird”

  • Thomas Kobert

    Dieser Beitrag ist wirklich gut! Ein Thema, dem sich viel zu selten gewidmet wird. Ich werde Ihren Blog sicherlich öfter besuchen. Vielen Dank für diesen erfrischenden Beitrag.

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