Viele, auch viele erstklassige Impulse laufen ins Leere, landen auf dem Schrottplatz eigener Vorhaben, viele waren noch nicht mal ein Vorhaben. Warum ist das so? Heute beschreibe ich Ihnen aus meinen Erfahrungen die drei häufigsten Gründe.

Grund 1: Das kenne ich schon!

Kennen Sie das: Sie sitzen in einem Vortrag oder in einem Seminar und hören etwas zum zweiten oder zum x-ten Mal? Das kann ein sehr konkreter Tipp, eine kleine Anregung oder auch eine visionäre Idee sein. Schnell kommt – für den vorn Stehenden erkennbar – in Reaktionen der Teilnehmer oder in deutbaren Blicken die Resonanz: Das kenne ich schon! Die meisten meinen damit: Das kenne ich schon. (Und habe ich bisher schon nicht umgesetzt.) Gib mir noch weitere Tipps, Anregungen und Ideen. (Die ich dann auch nicht umsetzen werde).

Die entscheidende Frage lautet: Kennen oder Können? Die besten Unternehmer, die besten Verkäufer sind enorm umsetzungsstark. Zudem haben sie eine selektive, sofort modifizierende Wahrnehmung. Sie filtern blitzschnell aus dem Kennengelernten – gleich ob in einem Seminar, in einem Buch, in einem Blog oder irgendwo anders – das für sie Machbare heraus. Aber nicht nur das. Sie besitzen als extrem wertvolles Gut eine einzigartige Disziplin, im Anschluss ein Vorhaben tatsächlich umzusetzen. Selbst Rückschläge entmutigen sie nicht, sie werden stattdessen als Lernkurve, als wichtige Erfahrung wertgeschätzt.

So kann es Ihnen auch bei den Tipps und Ideen hier im Blog gehen. Vielleicht haben Sie manchen Gedanken schon einmal selbst gehabt. Vielleicht scheint manche Anregung sehr naheliegend zu sein. Die Frage ist aber immer – und diese bitte ich Sie sich stets zu stellen: Kann ich diese Idee umsetzen, kann ich sie für mich eventuell leicht oder auch entscheidend modifizieren, kann ich von ihr profitieren? Erst dann wird ein Gedanke wertvoll. Vorher war er nicht mehr als ein flüchtiger wertloser Hauch hier in den Weiten des Internets.

Kennen vs. Können? Sorgen Sie dafür, dass erst das Können, das erfolgreiche Umsetzen Sie zufriedenstellt. Und wenn es nur ab und zu ein kleiner Gedanke ist, der bei Ihnen wirkt, der Ihnen hilft, hat sich Ihre tägliche Zeit für den Ritterblog gelohnt!

Grund 2: Das passt nicht zu mir!

In den Verhinderungsgründen erfolgreicher Umsetzung ist „Das passt nicht zu mir!“ ebenfalls ganz weit vorn. Jeder hat seine Wege zum persönlichen Erfolg, ist damit aber auch mehr oder weniger eingefahren auf seinen Gleisen. Insbesondere sehr erfolgreiche Verkäufer und Unternehmer werden schnell erfolgsbehindert, nehmen die vielfältigen anderen Wege, die ebenfalls – aber bei anderen – Erfolge ermöglichen gar nicht wahr.

Natürlich ist Authentizität ein ganz wichtiger Erfolgsfaktor. Diese, Ihre ganz besondere Art und Eigenart, sollten Sie sich unbedingt erhalten. Zumindest dann, wenn Sie in der Rückschau im Vertrieb messbar spannende, im Idealfall wachsende Umsätze nach sich gezogen hat. Dennoch sollten Sie Chancen und Möglichkeiten, über die ich hier im Blog schreibe, nicht allein deshalb ablehnen, weil Sie etwas ungewohnt daher kommen. Alles Neue klingt immer anfangs unpassend, falsch und unnatürlich. Bitte denken Sie deshalb bei allen Ideen immer auch quer! Wenn der Impuls nicht unmittelbar zu Ihnen passt, passt er eventuell leicht abgewandelt zu Ihnen?

Behalten Sie sich die unternehmerische Flexibilität, immer wieder Neues auszutesten, in Pilotversuchen auszuprobieren, was wie wirkt. Erst dann können Sie wirklich erkennen, was zu Ihnen passt.

Grund 3: Das möchten meine Kunden nicht!

Der dritte Grund ist der klarste von allen, gibt er doch eine scheinbar objektive Begründung, warum etwas – zum Beispiel in Ihrer Verkaufsarbeit – nicht in Frage kommt: Ihr Kunde mag das nicht. Und da der Kunde König ist, schlägt dieses Ass alle eventuellen Vorhaben, sei es bei all den Aufgaben im Kunden gewinnen oder auch im Kunden betreuen.

Grundsätzlich gilt: Auf die Meinung und Wahrnehmung der eigenen Kunden zu achten, genau im Blick zu haben, was wie ankommt und wirkt, ist elementar wichtig. Insofern ist dieses Argument tatsächlich sehr bedeutsam. Ich gebe aber zu bedenken, ob dieses „Das möchten meine Kunden nicht!“ nur eine ungeprüfte Annahme ist. Oder ist es „nachgewiesen“ so? Natürlich muss immer wieder auch Ihr Bauch hierauf eine Antwort geben. Besser ist aber – soweit möglich – ausschnittsweise Ihre Kunden zu befragen. Das muss keine umfassende Umfrage sein, selbst drei bis fünf persönliche Gespräche können Ihnen schon weiterhelfen.

Ihre unternehmerische Tätigkeit lebt vom erfolgreichen Vertrieb und der nachfolgend ausbauenden Betreuung. Alles andere in der Administration wird erst dadurch möglich. Jede Verwaltungsarbeit rund um einen Kunden setzt voraus, diesen erst einmal gewinnen – und später ausbauen und binden – zu müssen. Bleiben Sie also wachsam, testen und erschließen Sie immer wieder neue Vertriebsansätze. Mein Blog unter www.ritterblog.de gibt Ihnen auch weiterhin spannende Impulse.

Zudem finden Sie auf www.agenturberatung.de Infos zu den Varianten einer Einzelberatung für Makler, Agenturen und Finanzdienstleister.

Ich freue mich auf Ihren Besuch!

Viel Erfolg im Vertrieb, viel Ertrag Ihres Geschäfts,
danke für heute ca. 5 Minuten Ihrer Zeit für das Lesen dieses Beitrags
und Ihnen eine schöne und erfolgreiche Herbstwoche

Ihr Steffen Ritter

PS. Übrigens – ganz unten auf jeder Blogseite finden Sie – automatisch generiert – Links zu thematisch passenden, zum Teil älteren Blog-Beiträgen. Klicken Sie sich regelmäßig durch! Nutzen Sie den Blog immer wieder als Ritter-Gratis-Schule! Danke für Ihre Treue und Ihre Empfehlung! Bis morgen.

Share This Post

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Security Code:

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.