Praxistrainings und Einzelberatung durch das Institut Ritter ...Das ist – insbesondere für Vermittler – eine sehr wichtige Frage. Warum insbesondere für Vermittler? Die Erfahrung zeigt, dass Selbständige in der Finanzdienstleistung und Assekuranz extrem stark im Fachlichen sind, also was ihre Branche, was ihr Thema angeht. Deshalb gehen Sie, wenn ein neuer Mitarbeiter erst einmal da ist – quasi sofort nach dem „Blumenstrauß zum Start“ – zum Tagesgeschäft über. Der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin wird sich schon hinein finden. Schließlich mussten Sie das „damals“ auch. Und mancher findet sich auch hinein, wenige sogar erstklassig. Die Masse aber nicht. Und damit versenken Sie Geld, richtig viel Geld. Ihr Mitarbeiter hat nicht ansatzweise die Wirkung, den Nutzen, den er haben könnte.

Gehen Sie – das ist meine Empfehlung – in folgenden Schritten vor:

Prolog: IHRE Vorarbeit

Definieren Sie die Kernaufgaben Ihres Mitarbeiters und auch eindeutig deren Prioritäten. Beschreiben Sie einfach und klar die Kernaufgaben „zum Nachlesen“, damit sie genau in dem von Ihnen gewünschten Standard und System realisiert werden können. Definieren Sie unmissverständlich Ihre Zielstellung pro Kernaufgabe. Schaffen Sie also Klarheit ab Beginn!

  1. Neuen Mitarbeiter über Ihr Unternehmen nochmals exakt informieren
    (Strategie und Zielsetzung, Aufbau und Abläufe Ihres Betriebs, Aufbau Ihrer Kundenstruktur, weitere Besonderheiten)
  2. Neuen Mitarbeiter (eventuell vorhandenen) Kollegen in entspannter Runde vorstellen
    (Mitarbeiter stellen sich und ihre Aufgaben vor, „Neuer“ stellt sich ebenfalls vor, Sie ordnen ihn in Ihr Unternehmen ein, unmittelbar und in Perspektive)
  3. Neuem Mitarbeiter – wenn möglich – Mentor zur Einarbeitung zur Seite stellen
    (mit hierfür geeignetem Mitarbeiter VORHER unbedingt Gespräch führen,
    da dessen 100 Prozent Bereitschaft und Motivation elementar wichtig sind, eventuell sind auch Sie selbst der Mentor)
  4. Neuen Mitarbeiter seine Aufgaben im Gesamtkontext des Unternehmens erläutern
    (Kernaufgaben und Prioritäten darstellen, Zielsetzungen und deren Messung erläutern, Bedeutung der Kernaufgaben für das „Funktionieren“ des Unternehmens vermitteln)
  5. Neuen Mitarbeiter die Beschreibung der Kernaufgaben durcharbeiten lassen
    (Aufgabenbeschreibungen – also schriftlich (!) – übergeben und nochmals in Ruhe allein durchgehen lassen)
  6. Mit neuem Mitarbeiter die Kernaufgaben gemeinsam durchgehen
    (jede Aufgabe mindestens einmal gemeinsam erledigen, Bedeutung der Schritte und der eigenen Systematik nochmals erläutern, anschließend Mitarbeiter unter Beobachtung „selbst machen lassen“)
  7. Mit neuem Mitarbeiter anfangs in engem, später in weiterem Abstand Gesprächstermine vereinbaren
    (am Anfang benötigt Mitarbeiter sehr enge Begleitung und idealerweise tägliches, sofortiges Feedback, die Abstände werden nachher größer (wöchentlich), was am Anfang in die falsche Richtung läuft und schnell zur Gewohnheit wird, ist nachher selten zu „beheben“)
  8. Mit neuem Mitarbeiter nach (zum Beispiel) vier und acht Wochen ausführliches Feedback- und Entwicklungsgespräch vornehmen
    (Mitarbeiter braucht von Ihnen eindeutiges, ungeschminktes Feedback, um Ihre Erwartungshaltung zu kennen und zu verstehen)
  9. Vor Ende der Probezeit Entscheidung treffen
    (Bringt Mitarbeiter „auf seiner Position“ Ihrem Unternehmen den erwarteten Nutzen? Wenn (eventuell noch) nicht, stimmt die Tendenz auf jeden Fall? Jetzt fällt die wichtigste Entscheidung!)
  10. Mitarbeiter im Gespräch über weitere Zusammenarbeit informieren
    (Für den Fall einer weiteren Kooperation: Geben Sie Ihrem Mitarbeiter nochmals eine klare Rückmeldung über seine Ergebnisse, sowohl zu den seinerseits sehr guten als auch zu den unbedingt noch weiter zu entwickelnden Leistungen. Werfen Sie zugleich einen Blick auf die weitere Zusammenarbeit.)

Die PROVOZIERENDE Antwort

Für einen kleinen Vermittlerbetrieb dreht sich alles (nur) um hervorragende Kunden. Für den wachsenden, für den größeren Vermittlerbetrieb dreht sich immer mehr auch um hervorragende Mitarbeiter. Sie sind die Eintrittskarte für (auch weiterhin) zufriedene Kunden.

Sind Sie bereit, sich dieser Aufgabe zu stellen?

Beste Grüße
Ihr Steffen Ritter

Praxistrainings des Institut Ritter in ÖsterreichPraxistrainings des Institut Ritter in der SchweizImmer mehr Nutzer des RitterBlogs kommen aus Österreich und der Schweiz. Ihnen allen ein herzliches Willkommen!

Auch für Sie ist München nicht weit, kommen Sie am 27. April 2010 zu:
„Absprung 2010 – Mit System zum Erfolg“

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