Tag für Tag zusammen. Die gegenseitigen Stärken und Schwächen sind klar. Nicht alles läuft immer nach Plan. Die Wirren des Tagesgeschäfts bringen manchmal zur Verzweiflung. Manche Veränderung, die Sie mit Ihrem Team umsetzen wollten, manch neuer Ablauf, der vielversprechend klang, ist gescheitert. Vielleicht, weil Ihre Mitarbeiter „nicht so richtig wollten“. Vielleicht, weil Sie nicht konsequent genug dran geblieben sind. Vielleicht auch beides. Und irgendwann haben Sie das Gefühl: So richtig „wirke“ ich gar nicht mehr auf meine Mannschaft …

Im Geschäftsalltag besteht für Sie als Inhaber die Herausforderung, zwischen den verschiedenen Fach-, Management- und Unternehmer-Aufgaben hin und her zu zappen. Fordernd, manchmal überfordernd.

Nehmen Sie sich bei all dem Stress dennoch Zeit für die Belange Ihrer Mitarbeiter! Führen Sie gut vorbereitete Einzelgespräche, in denen Sie Ihre Mitarbeiter wirklich wahrnehmen. Hören Sie zu, hören Sie richtig zu. Gehen Sie mit Ihren Mitarbeitern wertschätzend, gehen Sie mit Ihren Mitarbeitern respektvoll um. Erkennen Sie, wie Ihre Mitarbeiter ticken. Interessieren Sie sich für sie. Analysieren Sie immer wieder, ob Sie Ihre Mitarbeiter wirklich stärkengerecht einsetzen. Verdeutlichen Sie klar und unmissverständlich Ihre Erwartungshaltung. Geben Sie Feedback. Seien Sie sich bewusst, dass zum erfolgreichen Führen eines Unternehmens die erstklassige Zusammenarbeit mit Kunden UND die erstklassige Zusammenarbeit mit Mitarbeitern gehört.

In meiner Beratungspraxis erlebe ich häufig, dass Vermittler (meist intuitiv) nahezu genial Kunden gewinnen und Kunden betreuen. Das bringt Geld, das bringt Wachstum. Die Suche geeigneter Mitarbeiter und später die Zusammenarbeit mit der eigenen Mannschaft läuft hingegen nicht ansatzweise so professionell. Mitarbeitergespräche werden kurzfristig abgesagt, weil ein C-Kunde am Telefon ist …

Niemand ist frei von Fehlern, niemand reagiert immer „richtig“. Zudem ist Ansichtssache, was richtig ist. Es gibt aber Ursachen, Verhaltensmuster, die zielsicher dazu beitragen, dass Sie nicht mehr auf Ihre Mitarbeiter wirken. Inkonsequenz, fehlende Glaubwürdigkeit und mangelnde Fairness sind die Spitzenreiter derartigen Verhaltens.

Insbesondere beim Einleiten notwendiger Veränderungen wird es dann zum Problem, dass Ihre Mitarbeiter beginnen, ein Eigenleben zu führen. Wie können Sie in der Praxis erreichen, notwendige Veränderungen wirksam einzuführen? Wie können Sie erreichen, sich selbst nicht abzunutzen?

  • Treiben Sie nicht jede Woche eine neue Sau durchs Dorf!
  • Wenn Sie Veränderungen einleiten, versäumen Sie nicht, diese auch nachzuhalten.
  • Versuchen Sie nie zu viel gleichzeitig zu ändern, es wird Ihnen wahrscheinlich nicht gelingen.
  • Nehmen Sie Ihre Mitarbeiter mit, erarbeiten Sie den nächsten Entwicklungsschritt gemeinsam.
  • Diskutieren Sie mit Ihrer Mannschaft, aber haben Sie auch die Stärke, etwas anzuweisen.
  • Erklären Sie in solchen Fällen Ihre Beweggründe, verdeutlichen Sie das „Warum“.
  • Begeistern Sie Ihr Team für die gemeinsamen Chancen, die vor Ihnen liegen.
  • Geben Sie Ihren Mitarbeitern – wenn nötig – auch einmal Einblick in betriebswirtschaftliche Notwendigkeiten.
  • Interessieren Sie sich dafür, warum manches bei Ihren Mitarbeitern nicht klappt. Und beseitigen Sie die Ursachen.
  • Seien Sie authentisch, spielen Sie keine Rolle. Seien Sie SIE!

Die WIRKSAME Antwort

Bedenken Sie stets, dass Ihre Wirksamkeit als Chef die Summe vieler Kleinigkeiten aus den Erfahrungen der Vergangenheit, dem heutigem Erleben und der erwarteten Zukunft ist. Arbeiten Sie an sich. Nehmen Sie sich selbst wahr. Nutzen Sie – wie die meisten sehr erfolgreichen Menschen – die Möglichkeiten des Coachings, die Chancen einer Beratung. Das ist kein Zeichen von Schwäche, das ist ein Zeichen von Entwicklungswillen!

Bleiben Sie authentisch, aber entwickeln Sie sich weiter! Mit Ihrer Persönlichkeit entwickelt sich Ihr Unternehmen!

Grüße von der Insel Rügen sendet Ihnen
Ihr Steffen Ritter

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Und noch ein Ausblick: Die Frage 45 unserer Sammlung der Top 100 lautet

Stimmt es, dass die fixen Betriebsausgaben niemals höher als die festen Provisionserlöse sein sollten? Gibt es hierzu Empfehlungen?

Mit einigen betriebswirtschaftlichen Empfehlungen und Gedanken beantworte ich diese Frage bereits morgen früh.

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