Schön ist zuallererst, dass Sie es merken und dass Sie es sich zugestehen. Nicht jeder Selbständige ist in diesem Punkt ehrlich mit sich selbst.

Viele Vermittler sind mit Ihrem Betrieb als einzelne Verkäufer gestartet. Irgendwann wachen Sie auf und sind Inhaber eines personalstarken Unternehmens. Und das hat nun für manchen den Nachteil: Das Managen der eigenen Firma, das Führen der eigenen Mitarbeiter macht irgendwie keinen Spaß! Viel schöner ist es draußen beim Kunden, inmitten der vielfältigen Erfolgschancen im Vertrieb …

Was tun? Es gibt wie so oft im Leben drei Möglichkeiten:

  1. Sie lernen das Managen doch noch lieben …
    Es ist – gerade unter sehr erfolgreichen Vermittlern – ein weit verbreiteter Irrtum, dass man Unternehmensführung ohne Weiteres sofort beherrschen kann. Rein intuitiv, allein der gesunde Menschenverstand reicht aus. Dem ist nicht so! Sicher brauchen Sie – wie für viele andere Dinge im Leben auch – etwas Talent und Eignung, der (große) Rest ist aber erlernbar. Und wenn Sie einige Instrumente und Vorgehensweisen kennengelernt haben, die ersten Erfolge eintreten, kann es sogar richtig Spaß machen! Wider Erwarten lernen Sie das Führen und Managen eines größeren Vermittlerbetriebs ja vielleicht doch noch lieben?
  2. Ein(e) Mitarbeiter(in) übernimmt das Managen in Ihrem Sinne …
    Vor einigen Jahren hat unser Institut mit den ersten zertifizierten Praxistrainings zur Vertriebsassistenz begonnen. Ziel war, ist und wird sein, ausgewählten Mitarbeitern die Fähigkeiten zu vermitteln, die inneren Aufgaben und Abläufe eines Vertriebsunternehmens der Assekuranz und Finanzdienstleistung zu managen und den Inhaber von diesbezüglichen operativen Aufgaben zu befreien. Sie als Inhaber sind bei diesem modularen Training zum Start dabei, um die Richtung vorzugeben und Sie sind zum Abschluss dabei, um ein externes Feedback über die erreichte Weiterentwicklung Ihres Mitarbeiters zu erhalten. Sie bleiben selbstverständlich auch danach hauptverantwortlich für alle Belange Ihrer Firma. Aber die operativen Arbeiten in der Führung, im Managen Ihres Unternehmens, haben Sie sozusagen an den geschäftsführend Verantwortlichen für alle internen Abläufe abgegeben.
  3. Auch künftig übernimmt niemand das Managen …
    Die dritte Variante wäre das Aussitzen. Was bisher irgendwie ging, wird auch künftig irgendwie klappen. Das ist zumindest denkbar. Von immer wieder auftretenden Qualitätsproblemen im Kundenservice, von dem Gefühl unrentabler Mitarbeiter und von einer latenten oder stetig neu aufflammenden Unzufriedenheit einmal abgesehen. Selbstverständlich können Sie mit etwas Geschick das Gröbste vermeiden. Veränderungen brauchen häufig etwas Schmerz, um als notwendig anerkannt zu werden. Insofern ist das Aussitzen oft die dritte Variante, die irgendwann doch noch von Nr. 1 oder Nr. 2 abgelöst wird. Dann ist es – im Sinne unternehmerisch vorausschauenden Handelns – sicher sinnvoll, gleich Nägel mit Köpfen zu machen.

Die Antwort FÜR UNENTSCHLOSSENE

Die Geister die ich rief, werde ich nicht mehr los! Als Fluch der guten Tat, als Ergebnis Ihres unternehmerischen Erfolgs, ist Ihr Vermittlerbetrieb gewachsen.

Ich empfehle Ihnen, sehr genau zu überlegen, ob Sie dieses schöne Resultat durch Ignorieren der sich weiterentwickelten Erfordernisse Ihres größeren Unternehmens aufs Spiel setzen wollen.

Treffen Sie eine Entscheidung!

Viele Grüße aus Köln
Ihr Steffen Ritter

Morgen früh beantworte ich eine der seltsamsten der TOP – 100 Fragen:

Was machen erfolglose Vermittler eigentlich im Wesentlichen falsch?

Pauschal nicht zu beantworten … Dennoch: Mein Versuch folgt morgen!

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